Blasphemie - Interreligiöse und (religions-)theologische Perspektiven

Symposium zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Reinhold Bernhardt am 10. - 11. Februar 2017, Uni Basel

Seit einigen Jahren taucht in unregelmässigen Abständen ein Phänomen auf, das man längst verabschiedet zu haben glaubte: die Blasphemie. Es geht dabei nicht nur um Provokationen in der Gegenwartskunst oder um gezielte Angriffe gegen religiöse Symbole und Räume. Es geht auch um religiös motivierte Mordversuche und Tötungsdelikte, wie bei der französischen Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“.
Das Thema «Blasphemie» löst diverse Irritationen aus, nicht nur im Hinblick auf das Verhältnis von Religion und Staat, z.B. bei den Themen Religionsfreiheit und hate speech, sondern auch im Hinblick auf religionsimmanente und interreligiöse Diskurse. Der Tatbestand der Blasphemie ist jedoch kein objektiv vorliegender, sondern entspricht einem komplexen Deutungsmuster, das religionsspezifisch variiert und auch in den verschiedenen Religionsgeschichten jeweils verschiedene Veränderungen durchlaufen
hat.
Das Symposion analysiert das irritierende Phänomen der Blasphemie sowohl historisch als auch gegenwartsbezogen, in interreligiöser, theologischer und religions-wissenschaftlicher Perspektive.

Programm