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Kurs / Vortrag
Heute Ruhetag! (17)

Leitung Samuel Behloul, Annette Böckler, Rifa'at Lenzin, Judith Stofer

Daten Dienstag, 27. Februar, 6., 13., 20. März - Kann leider nicht stattfinden

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 130. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit wtb – Deutschschweizer Projekte Erwachsenenbildung durchgeführt.

Der Schabbat im Judentum, der Sonntag im Christentum und der Freitag im Islam – in der allgemeinen Wahrnehmung gelten sie einfach als jeweiliger Ruhetag. Welches aber sind die einzelnen religiös-theologischen, kulturellen, rituellen und gesellschaftspolitischen Aspekte der Ruhetagregelung im Judentum, Christentum und Islam?

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Der Ruhetag in den drei monotheistischen Religionen

Der Schabbat im Judentum, der Sonntag im Christentum und der Freitag im Islam – in der allgemeinen Wahrnehmung gelten sie einfach als jeweiliger Ruhetag.

Der Islam aber kennt keinen eigentlichen Ruhetag analog zum Schabbat oder Sonntag, denn der Freitag im Islam ist – theologisch gesehen – ein Tag wie jeder andere, ausser dass an diesem Tag die Männer (und manchmal auch die Frauen) zum Freitagsgebet gehen.

Im Christentum wiederum feierte man zu Beginn parallel den Schabbat als Ruhetag und am Sonntag den Tag der Auferstehung Jesu. Später ist dann der Sonntag als Tag des Herrn endgültig an die Stelle des Schabbats getreten.

Während das Phänomen des Ruhetages – zumindest im Judentum und im Christentum – zentrale theologische Aspekte besitzt, bekommt es im Kontext heutiger liberaler Wirtschaftssysteme auch eine gesellschaftspolitische Dimension, welche wesentliche Lebensbereiche wie etwa das Arbeitsrecht und die Arbeitsregelung betrifft.

Im Kurs werden im Rahmen von vier Abenden die einzelnen religiös-theologischen, kulturellen, rituellen und gesellschaftspolitischen Aspekte der Ruhetagregelung im Judentum, Christentum und Islam behandelt.

Rundgang
Wie sieht eine neue Moschee in der Schweiz aus? (31)

Leitung Rifa‘at Lenzin

Datum Donnerstag, 8. Februar

Zeit 13.00 – ca. 17.00 Uhr

Treffpunkt Wird bei Versand der Rechnung bekanntgegeben.

Kosten CHF 100. –

Wir besuchen die 2012 gebaute Moschee in Volketswil. Der Besuch und die Führung ermöglichen eine Begegnung vor Ort.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Besuch im Iman-Zentrum in Volketswil

Wir besuchen die 2012 gebaute Moschee in Volketswil. Der Besuch und die Führung ermöglichen eine Begegnung vor Ort. Wir erfahren etwas zur Baugeschichte und den gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Moscheebau in der Schweiz. Im Gespräch mit Verantwortlichen geht es aber vor allem darum, wie das Zentrum funktioniert, welche Angebote es gibt und wie der Alltag aussieht.

Kurs / Vortrag
Siehe, ich mache alles neu! (23)

Leitung Samuel Behloul

Datum Dienstag, 6. Februar

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten Fr. 30. –

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Die apokalyptischen Vorstellungen und Narrative stellen in der jüdisch-christlichen und der islamischen Tradition eine spezifische Gottes-, Menschen- und Weltanschauung dar. Sie können aber auch jenseits religiöser Grenzen und unter säkularen Bedingungen ihre Wirkmacht entfalten.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Apokalyptische Sprache in der Politik, Religion und Gesellschaft

Die apokalyptischen Vorstellungen und Narrative stellen in der jüdisch-christlichen und in der islamischen Tradition eine spezifische Gottes-, Menschen- und Weltanschauung dar. Sie können aber auch jenseits religiöser Grenzen und unter säkularen Bedingungen ihre Wirkmacht entfalten. Sie können revolutionäre Energien freisetzen und einen tiefgreifenden politischen Wandel bewirken. Umgekehrt können sie auch dazu dienen, die herrschenden Machtverhältnisse zu stabilisieren.

Das Ziel des Vortrages ist es, auf der Grundlage ausgewählter Beispiele aus Religions- und Politikgeschichte einerseits die sozio-politische Wirkmacht apokalyptischer Narrative aufzuzeigen. Andererseits sollen aber auch die zentralen Unterschiede zwischen biblischer Apokalyptik und der Aneignung ihrer Bilder und Narrative im politischen Bereich beleuchtet werden.

Tagung
Jüdische Bausteine für den interreligiösen Dialog (06)

Leitung Michel Bollag

Datum Montag, 5. Februar

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Weshalb ist der interreligiöse Dialog essentiell für die Zukunft von Religion und Gesellschaft? Mit dieser Frage hat sich der jüdische Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel (1907-1972) befasst, während das Trauma der Schoa und die Entstehung des Staates Israel viele Juden zu einer Konzentration auf das Eigene führte.

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Abraham Joshua Heschel: «Keine Religion ist eine Insel»

Weshalb ist der interreligiöse Dialog essentiell für die Zukunft von Religion und Gesellschaft? Mit dieser Frage hat sich der jüdische Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel (1907-1972) zu einer Zeit befasst, in der nur die wenigsten Theologen deren Bedeutung voraussahen. Die Mehrheit der Jüdinnen und Juden waren zu sehr mit den traumatisierenden Folgen der Schoa und der Gründung des Staates Israel beschäftigt, um im interreligiösen Dialog eine Priorität zu sehen.

In diesem ersten Seminar zum Thema Jüdische Bausteine für den interreligiösen Dialog lernen wir anhand von Referaten und Texten die Grundzüge des theologischen Denkens Abraham Joshua Heschels kennen und lesen den grundlegenden Aufsatz «Keine Religion ist eine Insel» (1965).

Tagung
Freiheit als Thema des Islam (15)

Leitung Rifa’at Lenzin

Datum Montag, 22. Januar

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150.-

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Oft wird bezweifelt, dass es so etwas wie «Freiheit des Individuums» im Islam überhaupt geben könne. Deshalb wird es in einem ersten Teil darum gehen, den Begriff «Freiheit» im islamischen Kontext zu verorten.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Unter besonderer Berücksichtigung weiblicher Freiheit

Oft wird bezweifelt, dass es so etwas wie «Freiheit des Individuums» im Islam überhaupt geben könne. Deshalb wird es in einem ersten Teil darum gehen, den Begriff «Freiheit» im islamischen Kontext zu verorten. Worin besteht die Freiheit des Menschen, insbesondere in Bezug auf die Allmacht Gottes? Erörtert werden die klassischen Konzepte zu diesem Thema.

In einem zweiten Teil werden wir uns auf den Genderaspekt in Bezug auf Freiheit fokussieren. Oft wird behauptet, weibliche Freiheit und Islam seien unvereinbar. Neuere Ansätze sollen anhand von Texten analysiert und diskutiert werden.

Sprachkurs
Das Ende der Zeit - Hebräischwoche (39)

Leitung Annette Böckler, Elisabeth Wyss-Jenny

Daten Sonntag - Freitag,
21. - 26. Januar

Ort Kloster Kappel,
Seminarhotel / Bildungshaus
Kappelerhof 5
8926 Kappel a. A.

Auskunft und Anmeldung
Kurse im Kloster Kappel
+41 (0)44 764 88 30
kurse.theologie@klosterkap-
pel.ch

Detailprospekt beim ZIID erhältlich.

Die Bibel erzählt, wie Gott angesichts von Gewalt und Unrecht keinen anderen Ausweg sah, als die Welt zu fluten. Mit der Sintflut machte er tabula rasa, um neu zu beginnen. Die Menschen sind bis heute von apokalyptischen Szenarien fasziniert, auch wenn sie oft mit schrecklichen Gewaltausbrüchen und Endzeitschlachten verbunden sind.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Faszination und Schrecken angesichts von apokalyptischen Vorstellungen

Die Bibel erzählt, wie Gott angesichts von Gewalt und Unrecht keinen anderen Ausweg sah, als die Welt zu fluten. Mit der Sintflut machte er tabula rasa, um neu zu beginnen. Danach versprach er, nie mehr einen apokalyptischen Untergang über die Welt zu bringen und erklärte den Regenbogen als Bundeszeichen seiner Treue. Doch die Menschen sind bis heute von apokalyptischen Szenarien fasziniert, auch wenn sie oft mit schrecklichen Gewaltausbrüchen und Endzeitschlachten verbunden sind. Darin spiegelt sich die Sehnsucht nach Gerechtigkeit und Erlösung, aber auch nach Rache und Vergeltung. Sowohl in der hebräischen Bibel wie auch im Neuen Testament gibt es zahlreiche apokalyptische Texte. Angesichts einer unübersichtlich gewordenen Welt erhalten sie heute neue Aktualität.

In der Hebräischwoche werden apokalyptische Texte aus dem Alten Testament/Tenach übersetzt und in den grösseren Horizont von Endzeitvorstellungen eingebettet. Die begleitenden Vorträge werfen Licht auf die Endlichkeit von Geschichte und Zeit, die die Endlichkeit des Menschen umfassen.

Rundgang
«Wo soll ich hin, wenn kalt der Nordsturm brüllt» (30)

Leitung Martin Dreyfus

Datum Sonntag, 21. Januar – ausgebucht

Zeit 10.00 – 13.00 Uhr

Ort Volkshochschule Zürich, Bärengasse 22

Kosten CHF 50.-

Der Rundgang wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

In den Jahren zwischen 1933 und 1939 hat Else Lasker Schüler mehrere, von Aufenthalten im Tessin und von Reisen nach Palästina unterbrochene, Monate in Zürich zugebracht – wie sie sich bereits früher aus verschiedenen Gründen in Zürich aufgehalten hat.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Else Lasker Schüler in Zürich

In den Jahren zwischen 1933 und 1939 hat Else Lasker Schüler mehrere, von Aufenthalten im Tessin und von Reisen nach Palästina unterbrochene Monate in Zürich zugebracht. Bereits in früheren Jahren hatte Else Lasker Schüler sich aus verschiedenen Gründen in Zürich aufgehalten.

Nach einer Einführung zu Leben und Werk der wohl bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerin der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden wir uns auf einem Rundgang zu Aufenthaltsorten, zu den Lebens- und Wirkungsstätten von Else Lasker Schüler in Zürich begeben und in Zitaten von ihr und ihren Zeitgenossen den Spuren dieser Aufenthalte nachgehen.

Kurs / Vortrag
Muslimische DenkerInnen im 20./21. Jahrhundert (14)

Leitung Rifa’at Lenzin

Daten Donnerstag, 18., 25. Januar, 1. Februar

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich Zentrum, Rämistrasse 71

Kosten CHF 110.-

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

In den letzten Jahrzehnten, während sich die westliche Welt auf den «islamischen Fundamentalismus» fokussierte, haben sich in der islamischen Welt eine ganze Reihe von prominenten Denkern und Denkerinnen mit der Neuformulierung wichtiger Prämissen des islamischen Denkens auseinandergesetzt.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Mohammad Shabestari, Mohammed Arkoun, Tariq Ramadan, Fatima Mernissi

In den letzten Jahrzehnten, während sich die westliche Welt auf den «islamischen Fundamentalismus» fokussierte, haben sich in der islamischen Welt eine ganze Reihe von prominenten Denkern und Denkerinnen mit der Neuformulierung wichtiger Prämissen des islamischen Denkens auseinandergesetzt. Einige sollen anhand von Texten vorgestellt werden.