Online-Archiv Veranstaltungen

Suchergebnisse

Kurs / Vortrag
Ist Religion politisch? (09)

Leitung Wolfgang Bürgstein, Frank Mathwig

Datum Dienstag, 5. Juni

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 35.-

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Sind Kirchen und Religionsgemeinschaften allgemein überhaupt legitimiert, zu «weltlichen Dingen» wie etwa die Flüchtlingsfrage, Ladenöffnungszeiten oder Unternehmenssteuerreform Stellung zu beziehen? In zwei Impulsreveraten und einer anschliessenden Podiumsdiskussion wird erörtert, worin eine zukünftige öffentliche Rolle von Kirchen aber auch von anderen Religionsgemeinschaften in der Schweiz bestehen kann.

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Religion zwischen Privatsache und Öffentlichkeit


Ist die Kirche überhaupt legitimiert, zu «weltlichen Dingen» Stellung zu beziehen? Bei den jüngsten Debatten in der Schweiz etwa über die Abschaffung der Kirchensteuer, Trennung von Kirche und Staat, Unternhemenssteuerreform oder auch über den Umgang mit Flüchtlingen lautete das zentrale Argument der Gegner eines öffentlich-politischen Engagements der Kirchen, in säkular-liberalen Gesellschaften sei die Religion Privatsache und die Kirchen für das Kultische und Transzendente zuständig. Aus der christlichen Botschaft, so das Gegenargument, folge ein eindeutiges Votum für eine in der Öffentlichkeit sichtbare und kritisch engagierte Kirche.

Das Ziel des Vortragsabends ist es, im Rahmen von zwei Impulsreferaten zunächst das Konzept der öffentlichen Rolle der Kirche aus katholischer und evangelisch-reformierten Perspektive aufzuzeigen. In der anschliessenden Podiumsdiskussion mit den beiden Referenten unter der Leitung von Samuel Behloul wird es einerseits darum gehen, zu diskutieren, welche Ähnlichkeiten und Unterschiede hinsichtlich der Frage des öffentlichen Engagements von Kirche zwischen der katholischen und der evangelisch-reformierten Perspektive bestehen. Andererseits soll auch die Frage diskutiert werden, worin eine zukünftige öffentliche Rolle von Kirchen aber auch von anderen Religionsgemeinschaften in der Schweiz bestehen kann.

Rundgang
The Jewish Mile (24)

Leitung Annette Böckler, Ralph Weingarten

Datum Montag, 4. Juni - ausgebucht

Zeit 11.00 – 18.30 Uhr

Treffpunkt Gegenüber Haupteingang der Synagoge an der Löwenstrasse 11 (bitte Trambillett mitnehmen)

Kosten CHF 160. – (inkl. Mittagessen)

Der Rundgang wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Von Wollishofen über die Enge bis nach Wiedikon reicht die «Jewish Mile»: Entlang eines einzigen Strassenzuges und in dessen nächster Nähe befinden sich Gemeindehäuser, Synagogen und Betlokale, Lebensmittel- und andere Geschäfte, Bibliotheken, Restaurants und Schulen: Eine ganze Infrastruktur zur Gestaltung eines jüdischen (Alltags-) Lebens.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Jüdischer Alltag in Zürich

Von Wollishofen über die Enge bis nach Wiedikon reicht die «Jewish Mile»: Entlang eines einzigen Strassenzuges und in dessen nächster Nähe befinden sich Gemeindehäuser, Synagogen und Betlokale, Lebensmittel- und andere Geschäfte, Bibliotheken, Restaurants und Schulen: Eine ganze Infrastruktur zur Gestaltung eines jüdischen (Alltags-) Lebens.

An dieser Stadtführung erfahren Sie einiges zu jüdischer Haushalt- und Lebensführung, zu Erziehung und Bildung, zur Vielfalt der religiösen Strömungen, zu Geboten und Bräuchen, zu Sorgen und Freuden im Leben des Einzelnen und in den Gemeinden.

Kurs / Vortrag
Wir lernen – Was ist Brot (03)

Leitung Raphael Pifko

Daten Donnerstag, 31. Mai, 7., 14., 21 Juni

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 130. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wie funktioniert «talmudisches Denken»? Welche Richtlinien gibt der Talmud dem Juden, der Jüdin zur Gestaltung seines bzw. ihres Alltages und den jüdischen Gemeinden hinsichtlich ihrer Liturgie, ihrem Zusammenleben, ihrer Rechtssprechung? Die Reihe beginnt mit der Frage: Was ist Brot?

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Talmudtexte konkret

Wir lernen Talmudtexte und wir lernen, wie talmudisches Denken funktioniert. Das Ganze machen wir zum Einstieg an der Frage fest: Was ist Brot?

Wir werden unsere eigenen Überlegungen dazu anstellen und Talmudtexte zum Thema erschliessen, der Frage nachgehen, warum man sich vor dem Essen von Brot die Hände waschen soll. Hat sich das auf die jüdische Geschichte ausgewirkt? Und: Was hat die Diskussion im Talmud mit der Kosher Meal Box im Flugzeug zu tun? Saisonbedingt könnten wir uns auch damit auseinandersetzen, ob die Mazzah von Pessach einfach ein Nichtbrot oder doch etwas anderes ist.

Rundgang
Jüdische Friedhöfe – Zeugnisse jüdischen Lebens (23)

Leitung Ralph Weingarten

Datum Mittwoch, 23. Mai - ausgebucht

Zeit 14.00 – 16.30 Uhr

Treffpunkt Tramhaltestelle Friesenberg (Bus 32/ S10)

Kosten CHF 50. –

Jüdische Gräber werden nicht aufgehoben und die Friedhöfe können jahrhundertlang erhalten bleiben. Was «erzählen» jüdische Friedhöfe von den jüdischen Gemeinden und der jüdischen Geschichte?

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Friedhöfe «Unterer» und «Oberer Friesenberg»

Jüdische Gräber werden nicht aufgehoben und die Friedhöfe können jahrhundertlang erhalten bleiben. Was «erzählen» jüdische Friedhöfe von den jüdischen Gemeinden und der jüdischen Geschichte? Was lässt sich aus den Namen der Verstorbenen, aus den Inschriften und der Gestaltung der Grabsteine, aus der Gartengestaltung und der Architektur der Abdankungsgebäude ablesen? Wie geht das Judentum mit Tod und Trauer um?

Die Führung auf den jüdischen Friedhöfen «Unterer» und «Oberer Friesenberg» in Zürich gibt anschauliche Antworten auf diese Fragen und führt auch an die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten.

Sprachkurs
Grundkurs Iwrit 2. Semester (33)

Leitung Marianna Levtov

Daten Donnerstag, 17. Mai – 20. September
(14 Doppellektionen)

(Ausfall: 19.7. – 16.8.)

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 420. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wir wollen einfache Texte lesen und verstehen, den Wortschatz erweitern und uns mit Redewendungen und Konversation beschäftigen. Gleichzeitig werden Kenntnisse israelischer und jüdischer Kultur vermittelt.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

2. Semester (von 6)

Lerninhalte: 1. – 2. Semester: Druckschrift und Schreibschrift lesen und in Schreibschrift schreiben – Elementarwortschatz – einfache Frage- und Antwortsätze – Konjugation einfacher Verben in der Gegenwart – Vermittlung von Kenntnissen israelischer und jüdischer Kultur.

Sprachkurs
Grundkurs Bibelhebräisch 2. Semester (31)

Leitung Eva Keller

Daten Donnerstag, 17. Mai – 20. September
(14 Doppellektionen)

(Ausfall: 19.7. – 16.8.)

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 420. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Der Kurs richtet sich an Leute, die das Alte Testament in der Originalsprache lesen möchten. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt des Kurses auf der Lektüre biblischer Texte und der Erarbeitung der Grammatik dieser Sprachschicht.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

2. Semester (von 6)

Der Kurs richtet sich an Leute, die das Alte Testament in der Originalsprache lesen möchten. Dementsprechend liegt der Schwerpunkt des Kurses auf der Lektüre biblischer Texte und der Erarbeitung der Grammatik dieser Sprachschicht. Daneben werden einfache rabbinische Texte gelesen.

Der Kurs dauert insgesamt sechs Semester. Er ist nicht nur für Anfängerinnen und Anfänger gedacht, sondern steht auch denjenigen offen, die ihre einst erworbenen Hebräisch Kenntnisse wieder auffrischen wollen.

Kursinhalte des 2. Semesters: Konjugation des starken Verbs; Deklination des Substantivs; Erweiterung des Wortschatzes.

Lehrmittel: Heinz-Dieter Neef, Arbeitsbuch Hebräisch, UTB 2429, Tübingen, 5. Aufl. 2012 oder neuere Auflage.

Sprachkurs
Arabische Lektüre (30)

Leitung Marianne Chenou

Daten Montag, 14., 28. Mai, 11., 25. Juni, 9. Juli, 20. August, 3., 17. September

Zeit 18.00 – 20.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten Fr. 240. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wir lesen gemeinsam Texte aus der älteren und neueren arabischen Belletristik.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Lektüre von Prosatexten

Wir lesen gemeinsam Texte aus der älteren und neueren arabischen Belletristik. Anhand der gelesenen Texte wollen wir auch wichtige Kapitel aus der arabischen Grammatik auffrischen und vertiefen.

Unterlagen werden zu Beginn des Kurses abgegeben.

Voraussetzung: Kenntnisse der elementaren arabischen Grammatik

Kurs / Vortrag
Europäischer Islam seit 700 Jahren (19)

Leitung Stefan Schreiner

Daten Dienstag, 8., 15., 22. Mai

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Kosten CHF 120.-

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wenn vom Islam und Europa die Rede ist, wird üblicherweise auf die Iberische Halbinsel (al-Andalus) im Mittelalter und den Balkan in der Neuzeit verwiesen. Übersehen wird dabei die bis heute fortdauernde Geschichte des Islams und der Muslime im Osten Europas. Der Kurs wird einen Einblick geben in die Geschichte, vor allem aber die Religions- und Kulturgeschichte dieser europäischen Muslime und ihrer Begegnung mit Juden und Christen.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Muslime im Osten Europas und ihre Aufklärungstradition

Wenn vom Islam und Europa die Rede ist, wird üblicherweise auf die Iberische Halbinsel (al-Andalus) im Mittelalter und den Balkan in der Neuzeit verwiesen. Übersehen wird dabei die bis heute fortdauernde Geschichte des Islams und der Muslime im Osten Europas. Hier, auf dem Territorium des einstigen Grossfürstentums Litauen (heute: Litauen, Ostpolen, Weissrussland und nordwestlicher Teil der Ukraine) leben seit dem 12. Jahrhundert Muslime, denen der litauische Grossfürst Witold-Vytautas 1397 ein (nie widerrufenes) Privilegium verliehen hat, dort für immer als Muslime zu leben. Sie haben ihre religiös-kulturelle Identität bewahrt und eine eigene, nicht zuletzt in der Begegnung mit Juden und Christen entstandene Interpretation des Islams hervorgebracht.

Wie haben sich die (christliche) Mehrheitsgesellschaft und die in ihrer Mitte lebenden muslimische Minderheit arrangiert, dass sie über Jahrhunderte miteinander ausgekommen sind, und die Muslime ihre religiös-kulturelle Identität nicht verloren? Einen Einblick in die Geschichte, vor allem aber die Religions- und Kulturgeschichte dieser europäischen Muslime und ihrer Begegnung mit Juden und Christen zu geben, ist Anliegen der dreiteiligen Vortragsreihe.