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Kurs / Vortrag
Ab 5.9.16: Das Judentum - dogmatisch oder nicht? Der Streit um die Glaubensfundamente des Judentums (03)

Leitung Michel Bollag

Daten Montag, 5., 19., 26. September

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistr. 71

Kosten CHF 110. –

Anmeldeschluss 12. August

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Für das Judentum formulierte Moses ben Maimondreizehn Glaubensfundamente. Der Anspruch, dass mit diesen die letzte und alleinige Wahrheit des Judentums verbindlich vertreten sei, löste unter jüdischen Gelehrten Debatten aus, die bis heute andauern. An drei Abenden gehen wir diesen Debatten nach.

Fokuspunkt: Basiswissen

Jede der drei monotheistischen Religionen kennt unumstössliche, verbindliche Glaubensfundamente, die sie von anderen Religionen unterscheidet. Für das Judentum formulierte der mittelalterliche Rabbiner und Philosoph Moses ben Maimon (1138-1204) dreizehn Glaubensfundamente, die einen hohen Bekanntheitsgrad innerhalb der jüdischen Gemeinschaft erlangten. Der Anspruch des Maimonides aber, dass mit diesen 13 Glaubensprinzipen die letzte und alleinige Wahrheit des Judentums verbindlich vertreten sei und das Heil des Einzelnen vom Glauben an ihnen abhinge, stiess von Anfang an auf heftigen Widerstand und löste unter jüdischen Gelehrten Debatten aus, die bis heute andauern. Heisst dies, dass das Judentum tatsächlich ohne verbindliche Glaubensfundamente auskommt? Oder sind es lediglich Maimonides Formulierungen und Festlegungen, die als problematisch betrachtet werden?

Im Kurs werden die dreizehn Glaubensfundamente des Judentums vorgestellt und danach gefragt, welches die jeweiligen historischen, kulturellen und religiösen Kontexte dieser Debatten damals waren und wie diese auch heute weitergeführt werden.

Rundgang
4.9.16: Christentum in der Schweiz – viele Gesichter einer Weltreligion: Besuch bei der tamilisch-katholischen Mission in Zürich (35)

Leitung Samuel M. Behloul

Datum Sonntag, 4. September

Zeit 15.00 - 18.30 Uhr

Ort Treffpunkt: Herz Jesu, Wiedikon, Gertrudstrasse 59

Kosten CHF 50.-

Wir zeigen Ihnen auf diesem Rundgang am Sonntag, dem 4. September, die christliche Vielfalt im Grossraum Zürich, entführen Sie in eine faszinierende Welt kultureller, sprachlicher und ritueller Vielfalt und ermöglichen Begegnungen mit Menschen und der Vielgestaltigkeit ihrer spirituellen Erfahrungen.

Fokuspunkt: Migration

Migrantinnen und Migranten in der Schweiz mit christlicher Religionszugehörigkeit waren in vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich europäischer Herkunft. Heute besteht die christliche Migration grösstenteils aus Menschen aus dem aussereuropäischen Raum wie Südostasien, dem subsaharischen Afrika oder Südamerika. Das Erlebnis, dass das Christentum ein globales Phänomen darstellt und eine kulturell, sprachlich und rituell vielfältige Glaubensgemeinschaft ist, ist in der Schweiz zu einer täglich erfahrbaren Wirklichkeit geworden. Zahlreiche Christinnen und Christen, die in die Schweiz eingewandert sind, organisieren sich in eigenen kirchlichen Gemeinschaften.

Wir zeigen Ihnen über mehrere Semester hinweg die christliche Vielfalt im Grossraum Zürich und entführen Sie in eine faszinierende Welt kultureller, sprachlicher und ritueller Vielfalt und ermöglichen Begegnungen mit Menschen und der Vielgestaltigkeit ihrer spirituellen Erfahrungen.

Den Auftakt unserer Rundgänge bildet der Besuch des „Infent Jesu Festes“ der tamilisch-katholischen Mission. Hier dürfen Sie erleben, wie ein ursprünglich europäisches Kirchenfest in die hinduistisch geprägte Gemeinschaft der tamilischen Katholiken integriert wurde.

Sprachkurs
Ab 31.8.16: Das Buch Jesaja - Hebräisch Lektüre (02)

Leitung Eva Keller

Daten Mittwoch, 31. August, 28. September, 2. November, 14. Dezember, 1. Februar

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 150.-

Anmeldeschluss 12. August

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. In diesem Kurs lesen wir an fünf Abenden den biblischen Text in der Originalsprache und erörtern gemeinsam den Inhalt.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. Schon im Buch selbst sind Spuren davon festzustellen, denn wesentliche Teile stammen von späteren Autoren, die die Worte Jesajas für ihre eigene Zeit fruchtbar machten. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Das Kursziel ist die Fähigkeit, den biblischen Text in der Originalsprache zu lesen und zu übersetzen und sich auch inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Die kontinuierliche Lektüre wird in Kapitel 42 einsetzen. Die Teilnehmenden bestimmen die Geschwindigkeit der Lektüre und entscheiden, welche Textpassagen vertieft angeschaut werden sollen.

Hebräischkenntnisse (lesen und elementares Vokabular) sowie die Bereitschaft, Texte unter Beizug von Hilfsmitteln zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

Kurs / Vortrag
Ab 30.8.16: Tora und Haftara: Die jüdischen Feiertage in den prophetischen Texten (01)

Leitung Richard Breslauer

Daten Dienstag, 30. August, 13. September, 8. November, 13. Dezember

Zeit 18.30 - 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 130.-

Anmeldeschluss 12. August

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Dieser Kurs bietet Auseinandersetzung mit den Texten. An vier Abenden gehen wir den Fragen nach, in welchen Zusammenhängen sie mit den Feiertagen stehen und wie man heute diese Texte verstehen kann.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Im Anschluss an die Lesung der Wochenabschnitte aus der Torarolle werden Texte aus den Prophetenbüchern vorgetragen – die Haftarot. Diese Texte stehen auf verschiedene Weisen mit dem jeweiligen Wochenabschnitt in Verbindung. Wann und weshalb dieser Brauch entstand ist umstritten. Einige sehen in einer Stelle des Lukasevangeliums (4,16-17) eine historische Quelle dafür.

In diesem Kurs werden prophetische Texte gelesen und diskutiert, die an bestimmten Feiertagen vorgetragen werden. Dabei zeigt sich, dass die Erwartung einer Endzeit in diesen Texten häufig im Zentrum steht. Es wird u.a. untersucht, in welchen historischen Kontexten diese Texte verfasst wurden. Welches sind deren Kernaussagen?

Kurs / Vortrag
27.10.-8.12.15: Religion in der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts

Daten jeweils Dienstag, 27. Oktober - 8. Dezember
Zeit 19.30 - 21.00 Uhr
Ort Uni Zürich-Zentrum
Kosten Fr. 160.-

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Zum Jubiläum 20 Jahre Zürcher Lehrhaus Ringvorlesung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich Die Aufklärung brachte die Religionen nicht zum Verschwinden - wir erleben eher das Gegenteil. Die Meinungen gehen auseinander, ob Religionen für Gewalt verantwortlich, eine Quelle des Friedens oder schlicht überflüssig sind. Tatsache aber ist: Religionen bestimmen das Leben vieler Menschen. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihnen nötig, nur schon um der Wahrung des gesellschaftlichen Friedens willen.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Zum Jubiläum 20 Jahre Zürcher Lehrhaus
Ringvorlesung in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich

Die Aufklärung brachte die Religionen nicht zum Verschwinden - wir erleben eher das Gegenteil. Die Meinungen gehen auseinander, ob Religionen für Gewalt verantwortlich, eine Quelle des Friedens oder schlicht überflüssig sind. Tatsache aber ist: Religionen bestimmen das Leben vieler Menschen. Deshalb ist die Auseinandersetzung mit ihnen nötig, nur schon um der Wahrung des gesellschaftlichen Friedens willen.

1. Abend: Dr. Markus Notter, Das Verhältnis zwischen Staat und Religion in der multireligiösen Gesellschaft der Schweiz
2. Abend: Prof. Dr. Jan Assmann, Herkunft und Zukunft des monotheistischen Glaubens
3. Abend: P. Dr. Christian Rutishauser, SJ, Religion unter Gewaltverdacht - von der subtilen Verdrängung eigener Gewalttätigkeit
4. Abend: Prof. Dr. Dorothea Lüddeckens, Woran glaubt man, wenn man nicht mehr an Gott glaubt?
5. Abend: Muhammad Sameer Murtaza, MA, Islam zwischen Totalitarismus und Liberalismus: Muslimische Religionsgemeinschaft - wohin?
6. Abend: Prof. Dr. Stefan Schreiner, Reiner Fanatismus: Kulturlose Religion
7. Abend: Podiumsgespräch: Michel Bollag, Dr. h.c. Rifa‘at Lenzin, Dr. Hanspeter Ernst, Chancen und Grenzen des interreligiösen Dialogs - Moderation: Amira Hafner-Al Jabaji