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Kurs / Vortrag
Prophetische Texte. Die Haftarot im Schabbatgottesdienst (01)

Leitung Richard Breslauer

Daten Dienstag, 14. März, 4. April, 23. Mai, 27. Juni, 4. Juli

Zeit 18.30 - 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150.-

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Im Anschluss an die Lesung werden Texte aus den Prophetenbüchern vorgetragen – die Haftarot. Diese Texte stehen auf verschiedene Weisen mit dem jeweiligen Wochenabschnitt oder Festtag in Verbindung.

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Im Anschluss an die Lesung werden Texte aus den Prophetenbüchern vorgetragen – die Haftarot. Diese Texte stehen auf verschiedene Weisen mit dem jeweiligen Wochenabschnitt oder Festtag in Verbindung.

In diesem Semester werden folgende Haftarot studiert: Der Prophet Elias am Karmel, (passend zur Geschichte des goldenen Kalbes),Die Haftara am Schabbat vor Pessach, die Haftara am Unabhängigkeitstag Israels, die Haftara am Schabbat, der auf Rosch Chodesch (Neumond) fällt, die Haftara an einem Fasttag.

Im Kurs werden prophetische Texte gelesen und diskutiert, die an bestimmten Feiertagen und Schabbattage vorgetragen werden. Es werden sowohl die historischen Kontexte dieser Texte als auch deren bis heute wirkenden Botschaften diskutiert und der Frage nachgegngen, weshalb sie als Prophetenlesungen in der Synagoge ausgesucht wurden.

Rundgang
Christliche Vielfalt im Grossraum Zürich (22)

Leitung Samuel Behloul

Datum Sonntag, 12. März

Zeit 14.15 – 18.30 Uhr

Treffpunkt Rosengartenstrasse 1a, 8037 Zürich

Kosten CHF 50. – (inkl. Essen)

Der Rundgang wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Während christlichen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz in vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich europäischer Herkunft waren, besteht die christliche Migration hierzulande heute zunehmend aus Menschen aus dem aussereuropäischen Raum, z.B. aus Südostasien, subsaharischem Afrika oder Südindien.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Die christliche Migration hierzulande besteht heute zunehmend aus Menschen aus dem aussereuropäischen Raum.
Der Rundgang durch die christliche Vielfalt im Grossraum Zürich entführt Sie in eine faszinierende Welt unterschiedlicher Farben, Klänge und ritueller Handlungen und ermöglicht Begegnungen mit Menschen und der Vielfalt ihrer spirituellen Erfahrungen.

Den Auftakt zu den diesjährigen Rundgängen durch das multikulturelle Christentum in Zürich bildet der Besuch im Zentrum für Migrationskirchen. Das Zentrum beherbergt 8 Migrationskirchen in denen sich 500 Christinnen und Christen aus 35 Nationen unter einem Dach treffen und feiern.

Kurs / Vortrag
Das Evangelium nach Johannes (06)

Leitung Hanspeter Ernst

Daten Donnerstag, 2., 9., 16., 23., 30. März

Zeit 14.30 – 16.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Evangelien sind Grunddokumente des christlichen Glaubens. Sie sind aber auch Weltliteratur. Wer etwas über die Ursprünge des Christentums erfahren will, kommt um deren Kenntnis nicht herum.

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Die Evangelien sind Grunddokumente des christlichen Glaubens. Sie sind aber auch Weltliteratur. Wer etwas über die Ursprünge des Christentums erfahren will, kommt um deren Kenntnis nicht herum.

In diesem Kurs wird das Johannes Evangelium ab dem 5. Kapitel kontinuierlich gelesen. Hintergründe werden geklärt, wo dies nötig ist und von den Teilnehmenden gewünscht wird.

Der Kurs ist ein Einführungskurs. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Er eignet sich für Christen und Christinnen, die ihre eigenen Quellen kennen lernen wollen ebenso wie für Angehörige einer anderen Religion, welche etwas mehr über das Christentum erfahren möchten. Eine lebendige und oft auch überraschend neue und fruchtbare Auseinandersetzung mit diesem zum Teil sehr konträr gedeuteten Evangelium kann möglich werden, wenn Menschen mit verschiedener kultureller und religiöser Prägung sich zu gemeinsamer Lektüre zusammenfinden.

Sprachkurs
Das Buch Jesaja (30)

Leitung Eva Keller

Daten Mittwoch, 1., 29. März, 10. Mai, 7. Juni, 5. Juli

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. Schon im Buch selbst sind Spuren davon festzustellen, denn wesentliche Teile stammen von späteren Autoren, die die Worte Jesajas für ihre eigene Zeit fruchtbar machten. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Das Kursziel ist die Fähigkeit, den biblischen Text in der Originalsprache zu lesen und zu übersetzen und sich auch inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Die kontinuierliche Lektüre wird in Kapitel 45 einsetzen. Die Teilnehmenden bestimmen die Geschwindigkeit der Lektüre und entscheiden, welche Textpassagen vertieft angeschaut werden sollen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular) sowie die Bereitschaft, Texte unter Beizug von Hilfsmitteln zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

Tagung
6.2.17: Wieviel Religion erträgt die Schule? Podiumsgespräch unter der Leitung von SRF-Redaktorin Judith Wipfler(27C)

Leitung Judith Wipfler

Podium Andreas Kessler, Andreas Kyriacou

Datum Montag, 6. Februar

Zeit 19.00 - 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 25.-

Anmeldeschluss 20. Januar

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit Kulturpark durchgeführt und ist Teil der Reihe «Religiöse Erziehung in einer offenen
Gesellschaft».

Unter der Leitung von SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler diskutieren Andreas Kessler, Dozent für Religionspädagogik an der Universität Bern, und Andreas Kyriacou, Präsident der ‘Freidenker-Vereinigung’, kontrovers, ob und welchen Religionsunterricht es heute braucht. Interessierte wie Fachpersonen erhalten an einem fundierten wie kurzweiligen Diskussionsabend Informationen und Gedankenanstösse zur aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema Jugend und Religion.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Bis vor wenigen Jahren war der Unterricht der ‘Biblischen Geschichte’ an Schweizer Schulen üblich. Heute wird Religionskunde übergreifend als ‘Religion und Kultur’ vermittelt. Gehört das Wissen über Religionen zum schulischen Pflichtstoff und wenn ja, welchen Mehrwert bietet das? Und wie steht es um Unterricht vonseiten Religionsgemeinschaften, der durch eigenes Personal an Schulen durchgeführt werden kann? Oder darf das Thema keinen Platz einnehmen in den staatlichen Schulen?

Unter der Leitung von SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler diskutieren Andreas Kessler, Dozent für Religionspädagogik an der Universität Bern, und Andreas Kyriacou, Präsident der ‘Freidenker-Vereinigung’, kontrovers, ob und welchen Religionsunterricht es heute braucht. Wie viel Religion verträgt die Schule? Oder birgt sie gar mehr Konflikte als Lösungen?

Tagung
30.1.17: Politik in der Gottesfinsternis - Der Paradigmenwechsel des Buches Esther (15)

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 30. Januar

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 190. –

Anmeldeschluss 13. Januar

Das Buch Esther erzählt vom Plan des korrupten Politikers Haman, an den Juden einen Genozid auszuüben – ein Plan, der durch die Zivilcourage einer jüdischen Frau vereitelt wird. Das Buch handelt von der Welt des Exils, wo der Mensch gerufen ist, Verantwortung für seine Erlösung zu übernehmen. Das Tagesseminar geht unter anderem der Frage nach, wie sich Religiosität im Exil-Dasein leben lässt.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Juden im babylonischen Exil bauen nach der Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem 586 vor der Zeitrechnung eine neue Existenz auf. Das Buch Esther erzählt vom Plan des korrupten Politikers Haman, an den Juden einen Genozid auszuüben – ein Plan, der durch die Zivilcourage einer jüdischen Frau vereitelt wird. Ihr Name «Esther» bedeutet auf Hebräisch «Verhüllung» und weist auf die Verborgenheit Gottes in der nachbiblischen Welt hin.

Sozusagen als Anleitung für die Zukunft wurde dieses Buch noch in den Kanon der Hebräischen Bibel aufgenommen. Es handelt von der Welt des Exils, der Welt der Politik, Korruption und der Verbrechen bis zum Genozid, in dem der Mensch gerufen ist, Verantwortung für seine Erlösung zu übernehmen. Wo aber ist Gott? Und wie lässt sich Religiosität im Exil-Dasein leben? Um diese Grundfragen geht es im Buch Esther, dem Buch der Verhüllung, welches eine der grossen Paradigmenwechsel der Geschichte Israels einläutete.

Kurs / Vortrag
Ab 26.1.17: Im Anfang war die Migration - Migration und Kulturkontakt im alten Israel (32)

Leitung Erich Bosshard-Nepustil

Daten Donnerstag, 26. Januar, 2., 9. Februar

Zeit 19.30 - 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 110.-

Anmeldeschluss 6. Januar

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Migration ist kein neues Phänomen - und eines, das nicht nur Herausforderungen, sondern auch Impulse gibt. So gäbe es ohne die mehrheitlich unfreiwilligen Migrationen von Israeliten und Juden in der Antike keine hebräische (und damit auch keine christliche) Bibel. Der Kurs versucht an drei Abenden, diese Bewegungen und insbesondere ihre produktiven Wirkungen nachzuzeichnen und zu interpretieren.

Fokuspunkt: Migration

Fast alles, was die antike israelitisch-jüdische Kultur und Religion ausmacht, verdankt sich Kulturkontakten, und diese Kontakte sind zu einem grossen Teil durch Migration zustande gekommen. Ohne die mehrheitlich unfreiwilligen Migrationen von Israeliten und Juden in der Antike gäbe es keine hebräische (und damit auch keine christliche) Bibel.

Der Kurs versucht, diese Bewegungen und Kontakte und insbesondere ihre produktiven Wirkungen anhand von Texten aus der hebräischen Bibel und aus ihrer Umwelt nachzuzeichnen und zu interpretieren.

Kurs / Vortrag
Ab 24.1.17: Das Reformationsjubiläum - aus interreligiöser Sicht. Jüdisches und muslimisches Echo auf die Reformation (25)

Leitung Stefan Schreiner

Daten Dienstag, 24., 31. Januar, 7. Februar

Zeit 19.30 - 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71

Kosten CHF 120.-

Anmeldeschluss 6. Januar

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Der sogenannte Westen beschäftigt sich oft mit 'dem Islam' oder 'dem Judentum' und deren inneren Auseinandersetzungen. Umgekehrt ist der Blick oft wenig geschärft dafür, wie 'die anderen' das Christentum wahrnehmen. In diesem Kurs wollen wir an drei Abenden genau das tun und das Reformationsjubiläum einmal anders betrachten: Wie wurde das Ringen der Christen um Glaubensfundamente und Glaubensausübung von jüdischen und muslimischen Vertretern rezipiert?

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Allerorts wird an den Beginn der Reformationszeit vor 500 Jahren erinnert. Wir wollen den Blick auf dieses historisch bedeutende Zeitalter aus interreligiöser Perspektive betrachten. Das Zeitalter der Reformation war nicht nur ein Zeitalter intensiver innerchristlicher Auseinandersetzungen, sondern gleichermassen intensiver christlich-jüdisch-muslimischer Begegnung wie Vergegnung. Es war geprägt von Versuchen wechselseitigen Verstehens wie erbitterter Polemik. Eine nicht unwichtige Rolle spielte dabei die Expansion des osmanischen Reiches, die bei vielen Christen Existenzangst auslöste. der bei vielen Christen Europas Existenzangst auslösenden Expansion des Osmanischen Reiches. Theodor Biblianders 1543 in Basel erstmals gedruckte und in den folgenden Jahren mehrfach nachgedruckte Koranausgabe steht ebenso dafür wie Martin Luthers antijüdische und antiislamische Schriften. Dabei hatten nach den Jahrhunderten theologisch begründeter Judenfeindschaft und ihrer Folgen insbesondere Juden grosse Hoffnungen in die reformatorischen Bestrebungen und deren Verfechter gesetzt, auch wenn sie am Ende enttäuscht werden sollten. Nicht weniger bemerkenswert ist das Interesse, das muslimische Reformer an Martin Luther und der Reformation seit dem 18. Jahrhundert hatten und bis in unsere Tage haben.

In diesem Kurs wollen wir gemeinsam mit gesellschaftspolitisch und historisch Interessierten, Studierenden und Fachpersonen aus dem interreligiösen Bereich das jüdische und muslimische Echo auf die innerchristlichen Auseinandersetzungen beleuchten und dadurch den Blick für die kontroversen Wahrnehmungen der Reformation in Christentum, Judentum und Islam schärfen.