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Tagung
Tagung vom 3. April: Die Bindung Isaaks und der Mythos von Ödipus

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 3. April

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 190. –

Die Akkeda ist die biblische Erzählung von Jizchaks Bindung durch seinen Vater Abraham. Obwohl die Tragödie der Opferung im letzten Moment von einem Engel des Ewigen abgewendet wurde, wirft diese Erzählung enorme theologische, ethische und pädagogischen Fragen auf. Die Tagung unter der Leitung von Gabriel Strenger findet am Montag, 3. April statt.

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Interessanterweise weist die biblische Erzählung der Akkeda auch bedeutende Ähnlichkeiten mit dem Mythos von Ödipus auf. Auch hier führt eine fragwürdige Einmischung der Götter (durch das Orakel von Delphi) zu einer Kette von verhängnisvollen Ereignissen, die aber – im Gegensatz zur Akkeda – in einer Tragödie münden. Diese Gegenüberstellung zeigt, dass es der Tora bei der Erzählung der Akkeda um den spirituellen Reifungsprozess Abrahams geht, der eine Weichenstellung für die gesamte Entwicklung des späteren Judentums darstellt. Im Gegensatz zu Ödipus ist Abraham weder Spielball der Götter noch Sklave seines Unbewussten. Die Liebe siegt über die Aggression, die Vernunft über die Ekstase. Die Akkeda veranschaulicht die Kraft der Sublimierung und des Pragmatismus sowohl auf psychologischer als auch auf theologischer Ebene.

In Lichte der Kommentare von Rabbi Abraham Jizchak Kook und anderen jüdischen Bibelkommentatoren geht die Tagung dem Dialog zwischen diesen beiden Grundmythen der Weltgeschichte auf die Spur und arbeitet dabei die besondere biblische Botschaft der Akkeda heraus.

Tagung
Arabische Kalligrafie (08)

Leitung Daniel Reichenbach

Datum Sonntag, 26. März

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 175. – (inkl. Material und Kursunterlagen)

Das Handwerk mit dem Schreibrohr, der Tinte und dem Papier will geübt sein. Im Kurs werden sich die Teilnehmenden intensiv mit den 28 Einzelbuchstaben des Alphabets in der Kursivschrift «Naskhi» beschäftigen.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Das Handwerk mit dem Schreibrohr, der Tinte und dem Papier will geübt sein.

Im Kurs werden sich die Teilnehmenden intensiv mit den 28 Einzelbuchstaben des Alphabets in der Kursivschrift «Naskhi» beschäftigen. Sie erhalten eine Anleitung zu technischen Aspekten wie der korrekten Haltung des Schreibwerkzeuges oder der Dosierung der Tinte, sowie zu ästhetischen Gesichtspunkten wie der richtigen Neigung der Schrift, Abfolgen und Proportionen. Praktische Tipps über handelsübliches Material und Herstellung der Rohrfeder aus Bambus werden weitergegeben. Für Fortgeschrittene liegen je nach Stufe Zusatzthemen bereit.

Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Anzahl Teilnehmender ist beschränkt.

Anlass
Es ist perfekt nicht perfekt zu sein (13)

Leitung Charles Martig

Datum Dienstag, 21. März

Zeit 12.00 – 14.00 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten Fr. 30. – (inkl. Mittagessen)

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturpark Zürich durchgeführt.

Den Auftakt zu «über Mittag im Gespräch mit ...» bildet die Begegnung mit Adina Tal, die zusammen mit Eran Gur im Anschluss an ein Projekt mit einer Gruppe taubblinder Schauspieler die Nalaga’at Theater Company gründete.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Die Vorstellung einer idealen perfekten Welt in den Religionen ist Ausdruck einer tiefen menschlichen Sehnsucht. Stellen Sie sich aber nur für einen Moment vor, wie es wäre in einer perfekten Welt zu leben. Ein Paradies? Vielleicht, aber ganz sicher sehr langweilig, da es gerade das Unperfekte ist, das uns das Suchen und Träumen erlaubt. Adina Tal hat mit ihrer Taub-Blinden Theatergruppe «Nalaga’at» diese Herausforderung angenommen und das Wort «unmöglich» aus Ihrem Lexikon gestrichen, mit dem Fokus auf «Ability» statt auf «Disability».

Im Gespräch mit Charles Martig werden Bedeutung und Potential dieses Ansatzes für unabhängige Sozialunternehmungen im kulturellen Bereich ausgelotet.

Flyer

Sprachkurs
Das Buch Samuel (31)

Leitung Michel Bollag

Daten Montag, 20. März, 8., 22. Mai

Zeit 10.00 – 16.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 300. –

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern. Die Bibel stellt u.a. die innere Korruption der Priesterkaste in den Mittelpunkt.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern.
Im Mittelpunkt des ersten Kapitels steht die Figur Chanas, der Mutter Samuels. Ihr Gebet und Samuels Weihe zum Gottesdiener gehören zu den berühmtesten Texte der Bibel und haben einen zentralen Stellenwert für die jüdische Liturgie gewonnen.
In den folgenden Kapiteln wird Samuels Weg zum Propheten geschildert. Dies in einer Zeit in der angesichts der äusseren Bedrohung durch die Philister und der Spannungen zwischen den Stämmen, neue politische Strukturen für die israelitischen Stämme notwendig erscheinen. Doch zuvor stellt die Bibel die innere Korruption der Priesterkaste in den Mittelpunkt.

Der Text wird in seiner hebräischen Originalfassung gelesen und auf Deutsch übersetzt. Die kontinuierliche Lektüre setzt in Kapitel 4 ein. Zur Sprache kommen sowohl die Frage der Entstehung dieses Buches in seinen historischen Kontexten als auch diejenigen seiner Wirkungsgeschichte und theologischen Relevanz. Rabbinische und bibelwissenschaftliche Kommentare werden beigezogen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular), sowie die Bereitschaft, Texte zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

Kurs / Vortrag
Prophetische Texte. Die Haftarot im Schabbatgottesdienst (01)

Leitung Richard Breslauer

Daten Dienstag, 14. März, 4. April, 23. Mai, 27. Juni, 4. Juli

Zeit 18.30 - 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150.-

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Im Anschluss an die Lesung werden Texte aus den Prophetenbüchern vorgetragen – die Haftarot. Diese Texte stehen auf verschiedene Weisen mit dem jeweiligen Wochenabschnitt oder Festtag in Verbindung.

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Die 5 Bücher Moses werden im Ein- oder Dreijahreszyklus im Rahmen des Schabbatgottesdienstes in den Synagogen gelesen. Im Anschluss an die Lesung werden Texte aus den Prophetenbüchern vorgetragen – die Haftarot. Diese Texte stehen auf verschiedene Weisen mit dem jeweiligen Wochenabschnitt oder Festtag in Verbindung.

In diesem Semester werden folgende Haftarot studiert: Der Prophet Elias am Karmel, (passend zur Geschichte des goldenen Kalbes),Die Haftara am Schabbat vor Pessach, die Haftara am Unabhängigkeitstag Israels, die Haftara am Schabbat, der auf Rosch Chodesch (Neumond) fällt, die Haftara an einem Fasttag.

Im Kurs werden prophetische Texte gelesen und diskutiert, die an bestimmten Feiertagen und Schabbattage vorgetragen werden. Es werden sowohl die historischen Kontexte dieser Texte als auch deren bis heute wirkenden Botschaften diskutiert und der Frage nachgegngen, weshalb sie als Prophetenlesungen in der Synagoge ausgesucht wurden.

Rundgang
Christliche Vielfalt im Grossraum Zürich (22)

Leitung Samuel Behloul

Datum Sonntag, 12. März

Zeit 14.15 – 18.30 Uhr

Treffpunkt Rosengartenstrasse 1a, 8037 Zürich

Kosten CHF 50. – (inkl. Essen)

Der Rundgang wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Während christlichen Migrantinnen und Migranten in der Schweiz in vergangenen Jahrzehnten hauptsächlich europäischer Herkunft waren, besteht die christliche Migration hierzulande heute zunehmend aus Menschen aus dem aussereuropäischen Raum, z.B. aus Südostasien, subsaharischem Afrika oder Südindien.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Die christliche Migration hierzulande besteht heute zunehmend aus Menschen aus dem aussereuropäischen Raum.
Der Rundgang durch die christliche Vielfalt im Grossraum Zürich entführt Sie in eine faszinierende Welt unterschiedlicher Farben, Klänge und ritueller Handlungen und ermöglicht Begegnungen mit Menschen und der Vielfalt ihrer spirituellen Erfahrungen.

Den Auftakt zu den diesjährigen Rundgängen durch das multikulturelle Christentum in Zürich bildet der Besuch im Zentrum für Migrationskirchen. Das Zentrum beherbergt 8 Migrationskirchen in denen sich 500 Christinnen und Christen aus 35 Nationen unter einem Dach treffen und feiern.

Kurs / Vortrag
Das Evangelium nach Johannes (06)

Leitung Hanspeter Ernst

Daten Donnerstag, 2., 9., 16., 23., 30. März

Zeit 14.30 – 16.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Evangelien sind Grunddokumente des christlichen Glaubens. Sie sind aber auch Weltliteratur. Wer etwas über die Ursprünge des Christentums erfahren will, kommt um deren Kenntnis nicht herum.

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Die Evangelien sind Grunddokumente des christlichen Glaubens. Sie sind aber auch Weltliteratur. Wer etwas über die Ursprünge des Christentums erfahren will, kommt um deren Kenntnis nicht herum.

In diesem Kurs wird das Johannes Evangelium ab dem 5. Kapitel kontinuierlich gelesen. Hintergründe werden geklärt, wo dies nötig ist und von den Teilnehmenden gewünscht wird.

Der Kurs ist ein Einführungskurs. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Er eignet sich für Christen und Christinnen, die ihre eigenen Quellen kennen lernen wollen ebenso wie für Angehörige einer anderen Religion, welche etwas mehr über das Christentum erfahren möchten. Eine lebendige und oft auch überraschend neue und fruchtbare Auseinandersetzung mit diesem zum Teil sehr konträr gedeuteten Evangelium kann möglich werden, wenn Menschen mit verschiedener kultureller und religiöser Prägung sich zu gemeinsamer Lektüre zusammenfinden.

Sprachkurs
Das Buch Jesaja (30)

Leitung Eva Keller

Daten Mittwoch, 1., 29. März, 10. Mai, 7. Juni, 5. Juli

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. Schon im Buch selbst sind Spuren davon festzustellen, denn wesentliche Teile stammen von späteren Autoren, die die Worte Jesajas für ihre eigene Zeit fruchtbar machten. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Das Kursziel ist die Fähigkeit, den biblischen Text in der Originalsprache zu lesen und zu übersetzen und sich auch inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Die kontinuierliche Lektüre wird in Kapitel 45 einsetzen. Die Teilnehmenden bestimmen die Geschwindigkeit der Lektüre und entscheiden, welche Textpassagen vertieft angeschaut werden sollen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular) sowie die Bereitschaft, Texte unter Beizug von Hilfsmitteln zu übersetzen, werden vorausgesetzt.