Online-Archiv Veranstaltungen

Suchergebnisse

Reise
Ab 23.4.17: Auf den Spuren von Sufis, Kabbalisten und Heiligen in Marokko - eine Kulturreise (31)

Leitung Stefan Schreiner

Daten Sonntag, 23. April - Mittwoch, 3. Mai 2017

Für mehr Informationen ca. ab Oktober Detailprospekt erhältlich.

Stefan Schreiner, ZIID-Stiftungsrat und emeritierter Professor für Religionswissenschaft und Judaistik und Seniorprofessor an der Universität Tübingen, und die Vertreter der Fachleitungen des ZIID ermöglichen eine Reise nach Marokko der anderen Art: Auf den Spuren von Sufis, Kabbalisten und Heiligen reisen Sie mit unserem Team durch Marokko.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Nach der Ausweisung und Vertreibung von Juden und Muslimen von der Iberischen Halbinsel gehörte neben dem Osmanischen Reich insbesondere der Maghreb, Marokko, zu den Fluchtpunkten derer, die eine neue Heimat suchen und finden mussten. Wenngleich es in den Jahrhunderten zuvor bereits stets intensive Beziehungen und entsprechenden Austausch zwischen Muslimen und Juden nördlich und südlich der Strasse von Gibraltar gab, war es seit dem 16. Jahrhundert Marokko, wo das kulturelle, religiöse und wissenschaftliche Erbe von Juden und Muslimen aus al-Andalus gepflegt und weiterentwickelt wurde, das Erbe der Sufis und Kabbalisten eingeschlossen.

Das Viertel der Andalusier in der Medina von Fès zeugt davon ebenso wie die Gasse der Kabbalisten in der malerischen Hafenstadt Essaouira. Einige solcher Städte, die einst Fluchtpunkte der Vertriebenen waren, darunter Fès, Marrakesch, Essaouira, Rabat-Salé wollen wir während der Rundreise besuchen und herauszufinden versuchen, was von diesem Erbe bis heute nachempfindbar geblieben ist.

Tagung
6.2.17: Wieviel Religion erträgt die Schule? Podiumsgespräch unter der Leitung von SRF-Redaktorin Judith Wipfler(27C)

Leitung Judith Wipfler

Podium Andreas Kessler, Andreas Kyriacou

Datum Montag, 6. Februar

Zeit 19.00 - 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 25.-

Anmeldeschluss 20. Januar

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit Kulturpark durchgeführt und ist Teil der Reihe «Religiöse Erziehung in einer offenen
Gesellschaft».

Unter der Leitung von SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler diskutieren Andreas Kessler, Dozent für Religionspädagogik an der Universität Bern, und Andreas Kyriacou, Präsident der ‘Freidenker-Vereinigung’, kontrovers, ob und welchen Religionsunterricht es heute braucht. Interessierte wie Fachpersonen erhalten an einem fundierten wie kurzweiligen Diskussionsabend Informationen und Gedankenanstösse zur aktuellen Auseinandersetzung mit dem Thema Jugend und Religion.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Bis vor wenigen Jahren war der Unterricht der ‘Biblischen Geschichte’ an Schweizer Schulen üblich. Heute wird Religionskunde übergreifend als ‘Religion und Kultur’ vermittelt. Gehört das Wissen über Religionen zum schulischen Pflichtstoff und wenn ja, welchen Mehrwert bietet das? Und wie steht es um Unterricht vonseiten Religionsgemeinschaften, der durch eigenes Personal an Schulen durchgeführt werden kann? Oder darf das Thema keinen Platz einnehmen in den staatlichen Schulen?

Unter der Leitung von SRF-Religionsredaktorin Judith Wipfler diskutieren Andreas Kessler, Dozent für Religionspädagogik an der Universität Bern, und Andreas Kyriacou, Präsident der ‘Freidenker-Vereinigung’, kontrovers, ob und welchen Religionsunterricht es heute braucht. Wie viel Religion verträgt die Schule? Oder birgt sie gar mehr Konflikte als Lösungen?

Kurs / Vortrag
Ab 24.1.17: Das Reformationsjubiläum - aus interreligiöser Sicht. Jüdisches und muslimisches Echo auf die Reformation (25)

Leitung Stefan Schreiner

Daten Dienstag, 24., 31. Januar, 7. Februar

Zeit 19.30 - 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71

Kosten CHF 120.-

Anmeldeschluss 6. Januar

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Der sogenannte Westen beschäftigt sich oft mit 'dem Islam' oder 'dem Judentum' und deren inneren Auseinandersetzungen. Umgekehrt ist der Blick oft wenig geschärft dafür, wie 'die anderen' das Christentum wahrnehmen. In diesem Kurs wollen wir an drei Abenden genau das tun und das Reformationsjubiläum einmal anders betrachten: Wie wurde das Ringen der Christen um Glaubensfundamente und Glaubensausübung von jüdischen und muslimischen Vertretern rezipiert?

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Allerorts wird an den Beginn der Reformationszeit vor 500 Jahren erinnert. Wir wollen den Blick auf dieses historisch bedeutende Zeitalter aus interreligiöser Perspektive betrachten. Das Zeitalter der Reformation war nicht nur ein Zeitalter intensiver innerchristlicher Auseinandersetzungen, sondern gleichermassen intensiver christlich-jüdisch-muslimischer Begegnung wie Vergegnung. Es war geprägt von Versuchen wechselseitigen Verstehens wie erbitterter Polemik. Eine nicht unwichtige Rolle spielte dabei die Expansion des osmanischen Reiches, die bei vielen Christen Existenzangst auslöste. der bei vielen Christen Europas Existenzangst auslösenden Expansion des Osmanischen Reiches. Theodor Biblianders 1543 in Basel erstmals gedruckte und in den folgenden Jahren mehrfach nachgedruckte Koranausgabe steht ebenso dafür wie Martin Luthers antijüdische und antiislamische Schriften. Dabei hatten nach den Jahrhunderten theologisch begründeter Judenfeindschaft und ihrer Folgen insbesondere Juden grosse Hoffnungen in die reformatorischen Bestrebungen und deren Verfechter gesetzt, auch wenn sie am Ende enttäuscht werden sollten. Nicht weniger bemerkenswert ist das Interesse, das muslimische Reformer an Martin Luther und der Reformation seit dem 18. Jahrhundert hatten und bis in unsere Tage haben.

In diesem Kurs wollen wir gemeinsam mit gesellschaftspolitisch und historisch Interessierten, Studierenden und Fachpersonen aus dem interreligiösen Bereich das jüdische und muslimische Echo auf die innerchristlichen Auseinandersetzungen beleuchten und dadurch den Blick für die kontroversen Wahrnehmungen der Reformation in Christentum, Judentum und Islam schärfen.

Tagung
23.1.17: Schulfach Religion und Kultur: Chancen und Grenzen (27B)

Leitung Eva Ebel

Datum Montag, 23. Januar

Zeit 19.00 - 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 25.-

Anmeldeschluss 6. Januar

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit Kulturpark durchgeführt und ist Teil der Reihe «Religiöse Erziehung in einer offenen
Gesellschaft».

Wie soll ein Schulfach 'Religion' gestaltet sein, um heutigen Kindern und Jugendlichen das Wissen mitzugeben, das sie für den Umgang mit dem Thema in der Gesellschaft brauchen? Was unterscheidet es von einem konfessionellen Unterricht? Wo sind die Chancen, wo die Grenzen eines solchen Unterrichts? In diesem Vortrag erhalten Interessierte wie Fachpersonen einen Einblick in das Thema ‘Religion und Jugend’ und Anregungen für ihre Arbeit oder ihren Lebensalltag.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Pädagogen, Politiker und Erziehungsverantwortliche sind in ihrem Berufs- und Lebensalltag laufend mit Fragen zum Platz der Religion in der Schule konfrontiert. Ein Teilaspekt ist das Thema Religion als Unterrichtsfach, dies besonders, nachdem die Selbstverständlichkeit, dass die staatlichen Schulen ein Fach ‘Biblische Geschichte’ führen, verschwunden ist. An seine Stelle trat im Kanton Zürich das Schulfach ‘Religion und Kultur’, das bei seiner Einführung heftig umstritten war. Mittlerweile hat sich das Fach, das Kenntnisse über fünf Weltreligionen vermitteln soll, gut etabliert.

Aktuell wollen wir ein Zwischenfazit wagen und den Fragen nachgehen, wie ein solcher Unterricht gestaltet sein kann, um den Kindern und Jugendlichen von heute einiges an Wissen und Kompetenzen mitzugeben, die für den Umgang mit Religion und Kultur heute wichtig sind. Was kann ’Religion und Kultur’ leisten? Was unterscheidet es von einem konfessionellen Unterricht? Wo sind die Chancen, wo die Grenzen eines solchen Unterrichts?

Anhand von Beispielen aus der Praxis geht Eva Ebel, Fachhochschulprofessorin für Religionspädagogik an der theologischen Fakultät der Universität Zürich, diesen Fragen nach.

Tagung
17.1.17: Kabbalisten und Sufis in Andalusien, Algarve und Marokko (30)

Leitung Stefan Schreiner

Datum Dienstag, 17. Januar

Zeit 9.30 - 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 170.-

Anmeldeschluss 30. Dezember

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt. Sie eignet sich als Vorbereitung für die Reise nach Marokko (31).

Sufis und Kabbalisten haben sich nicht nur wechselseitig beeinflusst, sie teilten auch das gleiche Schicksal: Nach dem Sieg der Reconquista und der Ausweisung von Juden und Muslimen von der Iberischen Halbinsel finden nicht wenige von ihnen Asyl in Marokko, wo sich die Geschichte ihrer Wechselbeziehung fortsetzt, deren Spuren bis heute wahrnehmbar sind. Diese Tagung gibt historische und aktuelle Einblicke.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

«Islamischer Sufismus und jüdische Kabbala – sie sind so nahe beieinander, dass die Annahme einer wechselseitigen Beeinflussung unausweichlich ist», schrieb Stephen Schwartz vor einigen Jahren, schöpfen doch beide aus denselben religiös-philosophischen Quellen. Ebenso ist längst gesehen worden, dass der Zohar («Buch des Glanzes»), das von Mose b. Shemtov de León (gest. 1305) verfasste wichtigste kabbalistische Werk, in der «arabischen Kabbala» der Lauteren Brüder (2. Hälfte 10. Jh.) eine zeitlich voraufgehende Parallele hat. Seit Muhammad b. Masarra (883–931) den Sufismus nach al-Andalus gebracht hatte, sind dessen literarische Zeugnisse von muslimischen und jüdischen Gelehrten gleichermassen studiert worden. Nicht ohne Grund gelten als die beiden bedeutendsten Nachfolger Ibn Masarras Shelomo Ibn Gabirol (11. Jh.) und Muhyi ad-Din Ibn Arabi (1165–1240).

Sufis und Kabbalisten haben sich indessen nicht nur wechselseitig beeinflusst, sie teilten auch das gleiche Schicksal: Nach dem Sieg der Reconquista und der Ausweisung von Juden und Muslimen von der Iberischen Halbinsel finden nicht wenige von ihnen Asyl in Marokko, wo sich die Geschichte ihrer Wechselbeziehung fortsetzt, deren Spuren in Fès, in Essaouira und andernorts bis heute wahrnehmbar sind.

Tagung
12.12.16: Religiöse Erziehung: Macht das noch Sinn? Podiumsgespräch mit Noam Hertig, Ralph Kunz, Belkis Osman-Besler und Michèle Binswanger (27A)

Leitung Veronika Bachmann

Podium Noam Hertig, Ralph Kunz, Belkis Osman-Besler, Michèle Binswanger

Datum Montag, 12. Dezember

Zeit 19.00 - 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 40.-*

Anmeldeschluss 25. November

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit Kulturpark durchgeführt und ist Teil der Reihe «Religiöse Erziehung in einer offenen
Gesellschaft». *Gesamtpreis bei gleichzeitiger Buchung aller drei Veranstaltungen (27A, 27B + 27C): CHF 100.-. Bitte bei der Anmeldung angeben.

Was bewegt Eltern, die ihre Kinder religiös erziehen? Welche Ziele und Hoffnungen verbinden sie damit? Kann es aus ihrer Sicht auch ein Zuviel an religiöser Erziehung geben, kann sie gar gefährlich sein? Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen debattieren ein Jude, ein Christ, eine Muslimin und eine Journalistin. Das Podiumsgespräch vermittelt Einblick in religiös unterschiedliche Lebenswelten und Anregungen sowohl für den Umgang mit religiöser Erziehung wie zu gesellschaftspolitischen Fragen.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Ist eine religiöse Erziehung in der Familie noch zeitgemäss? Was bewegt Eltern, die ihre Kinder religiös erziehen? Welche Ziele und Hoffnungen verbinden sie damit? Kann es aus ihrer Sicht auch ein Zuviel an religiöser Erziehung geben, kann sie gar gefährlich sein? Wie gehen sie mit der Tatsache um, dass die religiöse Erziehung in grossen Teilen der Gesellschaft kritisch bis ablehnend beurteilt wird? Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen debattieren ein Jude, ein Christ, eine Muslimin und eine religiös distanzierte Journalistin unter der Leitung von Veronika Bachmann, Dozentin am Religionspädagogischen Institut Luzern.

Interessierte, Fachpersonen und Erziehungsverantwortliche erhalten Einblick in religiös unterschiedliche Lebenswelten und Anregungen sowohl für den Umgang mit religiöser Erziehung wie zu gesellschaftspolitischen Fragen. Denn: Kinder sollen befähigt werden, als Erwachsene selbst zu entscheiden, ob sie eine Religion haben wollen und wenn ja, welche. Aber Eltern möchte für ihr Kind nur das Beste. Ob dazu Religion gehört ist heute nicht mehr selbstverständlich. Denn was bringt es? Was bringt die Weitergabe religiöser Traditionen und was geschieht, wenn es nicht gemacht wird? Und was bedeutet es für eine teilweise areligiöse Gesellschaft, wenn sie mit Religion konfrontiert wird?

Tagung
21.11.16: «Unsere christlichen Werte» - Leere Worthülse, politischer Kampfbegriff oder universelle Basis für ein Leben in Vielfalt und Differenz? (26)

Leitung Samuel M. Behloul

Podium Daniel Bogner, Esther Straub, Abt Urban Federer, Gerhard Pfister

Datum Montag, 21. November

Zeit 19.00 - 20.30 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

neuer Preis​ CHF 25.-

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturpark durchgeführt.

Das Schlagwort 'Unsere christlichen Werte' fällt oft dort, wo es um die Beziehung mit Andersgläubigen geht, insbesondere im Rahmen der Migration. Häufig wird er herangezogen, um eine Abgrenzung zu schaffen, bisweilen auch, um Hilfsbereitschaft einzufordern. An diesem Diskussionsabend gehen Abt Urban Federer, Kirchenrätin Esther Straub, Moraltheologe Daniel Bogner und CVP-Präsident Gerhard Pfister unter der Leitung von Samuel M. Behloul dem ambivalenten Umgang der westeuropäischen Gesellschaften mit dem Themenkomplex Werte und Christentum nach.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Der gesellschaftliche Rekurs auf christliche Werte - in jüngster Zeit im Zusammenhang mit den Debatten über Migration, Pluralisierung und vor allem den Islam quer durch die politische, kirchliche und gesamtgesellschaftliche Landschaft zur Sprache gebracht - scheint in doppelter Hinsicht einen Widerspruch zu wecken.

Zum einen entfaltet dieser Rekurs seine besondere rhetorische Wirkmacht ausgerecht in einer Zeit, in der die Kenntnis über das Christentum in Westeuropa selbst gering scheint und Religion ins Private verlagert wird. Zum anderen ist es die Schwammigkeit des Schlagwortes, die es mit widersprüchlichen Inhalten füllen lässt: Von Liebe zu Migranten und Flüchtlingen über den Respekt gegenüber Andersdenkenden bis hin zum Gegenteil, der Ablehnung derselben.

Diesem doppelt gelagerten Widerspruch liegt jedoch die selbstverständliche Annahme zu Grunde, dass diese (christlichen) Werte universale, transkulturelle Qualität besitzen.

Der Diskussionsabend thematisiert den ambivalenten Umgang der westeuropäischen Gesellschaften mit dem Themenkomplex Werte und Christentum. Was soll man sich unter universellen (christlichen) Werten in Zeiten komplexer sozio-kultureller und gesellschafts-politischer Veränderungsprozesse vorstellen? Und ist der emotionale und polemische Rekurs bloss ein Symptom dafür, dass unser Glaube an die Universalität eigener Werte unter den sich ändernden gesellschaftlichen Bedingungen an seine Grenzen stösst?

Tagung
14.11.16: Toleranz und Religion – Widerspruch oder Notwendigkeit? Jürgen Habermas‘ Konzept von Glaube und Religion (29)

Leitung Martin Brasser

Datum Montag, 14. November

Zeit 9.30 - 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 150.-

Anmeldeschluss 28. Oktober

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Religion ist Teil unserer Gesellschaft, die doch eigentlich nicht wirklich religiös sein will. Im Tagesseminar erarbeiten wir uns die Position von Jürgen Habermas und eignen uns in deren Auseinandersetzung Wissen rund um das Themenspektrum der möglichen Rollen von Religion in der Gesellschaft - heute ein wichtigerer Diskurs denn je.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Religion ist Teil unserer Gesellschaft, die doch eigentlich nicht wirklich religiös sein will. Sie hält an den Errungenschaften der Aufklärung fest, die gegen die Religion die Werte von Gleichheit aller und Toleranz gegenüber ganz unterschiedlichen Lebensentwürfen durchgesetzt hat. Wie geht das mit Religion zusammen? Den vielleicht am meisten diskutierten Vorschlag hierzu hat der Philosoph und Soziologe Jürgen Habermas (geb. 1929) gemacht. Er selbst bezeichnet sich mit einem Bonmot von Max Weber als „religiös unmusikalisch“. Aber sein Konzept von Religion und Glauben in einer nicht-religiösen Umwelt ist so folgenreich wie breit diskutiert. Man kann beides zugleich sein, ohne Religion in den privaten Bereich abzudrängen. Die Religion ist in Teilen öffentlich und soll, so Habermas, ihren richtigen Ort in der Öffentlichkeit bekommen. Wo aber ist der genau? Wie sieht er aus und wie kann er sich zum Vorteil aller entwickeln?

Im Kurs erarbeiten wir uns die Position von Jürgen Habermas. Wir diskutieren die Einwände, die von verschiedenen Seiten vorgebracht worden sind. Und wir fragen uns, inwieweit die Religionen von Judentum und Christentum mit dieser Zuordnung von Religion und Gesellschaft vereinbar sind.