Online-Archiv Veranstaltungen

Suchergebnisse

Kurs / Vortrag
Der Klang der Buchstaben (06)

Leitung Annette Böckler

Datum Mittwoch, 19. Dezember

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock
(Achtung: Der Eingang befindet sich an der Ostseite («hofseitig») des Gebäudes mit dem Restaurant «Lilly Jo»)

Kosten CHF 35.-

Der hebräische Bibeltext besteht nicht nur aus Wörtern (Konsonanten und Vokalen), sondern auch aus musikalischen Zeichen. Die biblischen Musikzeichen wurden im 8. Jh. d.Z. fixiert und bestimmen seitdem, wie man den Text vorträgt.

Fokuspunkt: Judentum

Die biblischen Musikzeichen

Der hebräische Bibeltext besteht nicht nur aus Wörtern (Konsonanten und Vokalen), sondern auch aus musikalischen Zeichen. Es sind Punkte, Häkchen und Kurven im Text, die bestimme Motive andeuten, ähnlich wie mittelalterliche Neumen. Die biblischen Musikzeichen wurden im 8. Jh. d.Z. fixiert und bestimmen seitdem, wie man den Text vorträgt.

Der zweistündige Vortrag stellt dieses musikalische System vor und zeigt Methoden auf, wie man es lernen kann.

Kurs / Vortrag
Der Mensch ist ein beseelter Körper (05)

Leitung Annette Böckler

Daten Mittwoch, 5., 12. Dezember

Zeit 17.30 – 19.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock
(Achtung: Der Eingang befindet sich an der Ostseite («hofseitig») des Gebäudes mit dem Restaurant «Lilly Jo»)

Kosten CHF 70.-

(Anmeldung bis 16. November)

Aus Sicht des Judentums verdienen der Körper mit seinen Bedürfnissen und die alltäglichen Belange des Lebens grosse Aufmerksamkeit. Das Judentum reagiert damit auf eine hellenistisch geprägte Weltsicht, die Körper und Seele trennt und den geistigen Ideen höheren Wert beimisst als den materiellen Dingen.

Fokuspunkt: Judentum

Körper und Seele im Judentum

Aus Sicht des Judentums verdienen der Körper mit seinen Bedürfnissen und die alltäglichen Belange des Lebens grosse Aufmerksamkeit. Das Judentum reagiert damit auf eine hellenistisch geprägte Weltsicht, die Körper und Seele trennt und den geistigen Ideen höheren Wert beimisst als den materiellen Dingen.

Am ersten Abend werden verschiedene Ansätze zum Thema Körper im Judentum erläutert. Am zweiten Abend wird die moderne Diskussion der Frage Körper und Seele vorgestellt und welche Auswirkungen die unterschiedliche Akzentuierung für Alltag, Politik, Gesellschaft und Religion hat.

Tagung
Von gesellschaftlicher Dekadenz zu messianischem Geschehen (04)

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 19. November - ausgebucht

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock
(Achtung: Der Eingang befindet sich an der Ostseite («hofseitig») des Gebäudes mit dem Restaurant «Lilly Jo»)

Kosten CHF 190.-

(Anmeldung bis 2. November)

Auch in einer bröckelnden Gesellschaft können Einzelpersonen Zivilcourage zeigen und Menschlichkeit bewahren. Dies zeigt das biblische Büchlein Ruth. In einer Gesellschaft, in denen Menschen – vor allem aber Frauen – als Objekte behandelt werden – erscheinen Ruth und Boas als Hoffnungsträger, die von Liebe, Güte und Solidarität beseelt das Fundament für das Kommen des Messias legen.

Fokuspunkt: Judentum

Das Buch Ruth

Auch in einer bröckelnden Gesellschaft können Einzelpersonen Zivilcourage zeigen und Menschlichkeit bewahren. Dies zeigt das biblische Büchlein Ruth, das in seiner ganzen Tiefe nur auf dem Hintergrund des Buches der Richter verstanden werden kann. Ruth, die Moabiterin, gesellt sich trotz widriger Umstände zum Volk Israel, welches sich in einer der dunkelsten Phasen seiner Geschichte befindet, und ebnet den Weg zur Geburt von König David. In einer Gesellschaft, in denen Menschen – vor allem aber Frauen – als Objekte behandelt werden – erscheinen Ruth und Boas als Hoffnungsträger, die von Liebe, Güte und Solidarität beseelt das Fundament für das Kommen des Messias legen.

Die politischen, spirituellen und mystischen Dimensionen dieser Erzählung zeigen, worum es im messianischen Geschehen letztlich geht: Um die liebevolle Begegnung von Mensch und Mitmensch als «Ich und Du» im Angesicht des Ewigen. Davon und was dies mit dem Schawuot-Fest, der Weizenernte und dem «Haus des Brotes» (Beth-Lechem) zu tun hat, soll es in diesem Kurs mit Hilfe des Studiums des Buches Ruth und ausgewählter rabbinischer und chassidischer Kommentare gehen.

Kurs / Vortrag
Den jüdischen Gottesdienst verstehen (04)

Leitung Annette Böckler

Daten Mittwoch, 13., 20. Juni, 4., 11. Juli

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 35. – je Abend (bei gleichzeitiger Buchung aller 4 Abende CHF 130. –)

Natürlich sind Gottesdienste in erster Linie Feiern. Dennoch: Die Bestandteile einer Liturgie und deren Entstehungsgeschichte zu kennen und zu verstehen, gibt eine gute Grundlage, um sich auf die Feier ein- und sich mit der Stimmung mittragen zu lassen.

Fokuspunkt: Judentum

Tefilla in der Schweiz

Dieser Kurs wendet sich nicht nur an Menschen, die wöchentlich in die Synagoge gehen, sondern auch an alle, die Interesse daran haben, den Synagogengottesdienst zu verstehen.

Am ersten Abend erhalten Sie eine Einführung ins Thema und damit eine allgemeine Grundlage für die weiteren Abende. In der Folge diskutieren wir die Unterschiede zwischen Liberalen und Orthodoxen und beschäftigen uns damit, wie man Gebete analysiert und welche musikalischen Traditionen es in der jüdischen Liturgie gibt.

A) Struktur und Geschichte des jüdischen Gebetbuches
B) Orthodox und Liberal: Was sind die Unterschiede in den Gottesdiensten
C) Analyse eines ausgewählten Gebetes (die TeilnehmerInnen können Wünsche zur Wahl äussern)
D) Die musikalische Struktur jüdischer Gottesdienste (Nussach Tefilla)

Die Abende sind einzeln buchbar, sofern genügend Anmeldungen für den gesamten Kurs eingehen. Bei der Anmeldung bitte Buchstaben angeben.
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Kurs / Vortrag
Wir lernen – Was ist Brot (03)

Leitung Raphael Pifko

Daten Donnerstag, 31. Mai, 7., 14., 21 Juni

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 130. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wie funktioniert «talmudisches Denken»? Welche Richtlinien gibt der Talmud dem Juden, der Jüdin zur Gestaltung seines bzw. ihres Alltages und den jüdischen Gemeinden hinsichtlich ihrer Liturgie, ihrem Zusammenleben, ihrer Rechtssprechung? Die Reihe beginnt mit der Frage: Was ist Brot?

Fokuspunkt: Judentum

Talmudtexte konkret

Wir lernen Talmudtexte und wir lernen, wie talmudisches Denken funktioniert. Das Ganze machen wir zum Einstieg an der Frage fest: Was ist Brot?

Wir werden unsere eigenen Überlegungen dazu anstellen und Talmudtexte zum Thema erschliessen, der Frage nachgehen, warum man sich vor dem Essen von Brot die Hände waschen soll. Hat sich das auf die jüdische Geschichte ausgewirkt? Und: Was hat die Diskussion im Talmud mit der Kosher Meal Box im Flugzeug zu tun? Saisonbedingt könnten wir uns auch damit auseinandersetzen, ob die Mazzah von Pessach einfach ein Nichtbrot oder doch etwas anderes ist.

Tagung
Pessach und die Option der Freiheit (02)

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 26. März

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 190. –

Was ist Freiheit? Kann der Mensch sie erreichen? Welche Wahl bleibt uns überhaupt, wenn wir von unbewussten Kräften gesteuert werden, wie das die Psychoanalyse und die Neurologie behaupten? Gabriel Strenger geht mit Ihnen diesen Fragen anhand der Geschichte vom Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten nach.

Fokuspunkt: Judentum

Oder haben wir eine Wahl?

Was ist Freiheit? Kann der Mensch sie erreichen? Welche Wahl bleibt uns überhaupt, wenn wir von unbewussten Kräften gesteuert werden, wie das die Psychoanalyse und die Neurologie behaupten?

In den chassidischen Deutungen der biblischen Erzählung vom Auszug aus Ägypten steht Mizraim («Ägypten») für die spirituelle Enge des Menschen, der in seinem Leben in äusseren oder inneren Zwängen gefangen ist: es sind insbesondere die Versklavung und der Götzendienst, die die Freiheit des Menschen immer wieder in Frage stellen. Deren moderne Form aber finden sich in den mannigfaltigen Erscheinungen der Sucht: Konsum, Nahrung, Sexualität und in der Ausbeutung von Mitmensch und Natur.

Pessach, das biblische Frühlingsfest, erinnert an den spektakulären Auszug der Hebräer aus der Versklavung Mizraims. Der Seder-Abend ist eine Neuinszenierung der Befreiung im Hier und Jetzt. Die Seder-Nacht mit ihren vielen Symbolen – dem Armenbrot und dem Wein, dem Bitterkraut, den Geschichten und den Gesängen – hat für manche ein besonderes mystisches flair, das wir ergründen wollen.

Dieses Seminar deutet die biblische Erzählung vom Auszug aus Mizraim sowie die Bräuche der Seder-Nacht aus den Quellen der Kabbala und des Chassidismus und erschliesst deren Relevanz für die eigene spirituelle Entwicklung

Kurs / Vortrag
Die Psalmen in jüdischer Auslegung (01)

Leitung Annette M. Böckler

Daten Mittwoch, 14., 21., 28. März

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 110. –

Das Buch der Psalmen - Tehillim - lässt uns teilhaben an Gotteslob und Schmähungen, Bitt- und Dankgebeten. In ihm finden Freude und Klagen «aus tiefster Not» ihren Ausdruck. Wie werden die Psalmen in jüdischer Tradition ausgelegt und eingesetzt?

Fokuspunkt: Judentum

Interessantes und Spannendes im Buch Tehillim


Die Psalmen spielen im Judentum eine wesentliche Rolle als Vorbereitungstexte für das Gebet. Einige Psalmen haben zentrale Funktionen. Einige andere sind schwierig oder anstössig.

Wir werden ausgewählte Psalmen gemeinsam studieren. Zunächst hören wir genau auf den biblischen Text selbst. Dann erforschen wir, was jüdische Bibelkommentatoren zu diesem Psalm sagen. Und zuletzt lernen wir für den betreffenden Psalm den liturgischen Ort im Judentum kennen.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Texte werden an den Kursabenden abgegeben.

Tagung
Jüdische Bausteine für den interreligiösen Dialog (06)

Leitung Michel Bollag

Datum Montag, 5. Februar

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Weshalb ist der interreligiöse Dialog essentiell für die Zukunft von Religion und Gesellschaft? Mit dieser Frage hat sich der jüdische Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel (1907-1972) befasst, während das Trauma der Schoa und die Entstehung des Staates Israel viele Juden zu einer Konzentration auf das Eigene führte.

Fokuspunkt: Judentum

Abraham Joshua Heschel: «Keine Religion ist eine Insel»

Weshalb ist der interreligiöse Dialog essentiell für die Zukunft von Religion und Gesellschaft? Mit dieser Frage hat sich der jüdische Religionsphilosoph Abraham Joshua Heschel (1907-1972) zu einer Zeit befasst, in der nur die wenigsten Theologen deren Bedeutung voraussahen. Die Mehrheit der Jüdinnen und Juden waren zu sehr mit den traumatisierenden Folgen der Schoa und der Gründung des Staates Israel beschäftigt, um im interreligiösen Dialog eine Priorität zu sehen.

In diesem ersten Seminar zum Thema Jüdische Bausteine für den interreligiösen Dialog lernen wir anhand von Referaten und Texten die Grundzüge des theologischen Denkens Abraham Joshua Heschels kennen und lesen den grundlegenden Aufsatz «Keine Religion ist eine Insel» (1965).