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Tagung
30.1.17: Politik in der Gottesfinsternis - Der Paradigmenwechsel des Buches Esther (15)

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 30. Januar

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 190. –

Anmeldeschluss 13. Januar

Das Buch Esther erzählt vom Plan des korrupten Politikers Haman, an den Juden einen Genozid auszuüben – ein Plan, der durch die Zivilcourage einer jüdischen Frau vereitelt wird. Das Buch handelt von der Welt des Exils, wo der Mensch gerufen ist, Verantwortung für seine Erlösung zu übernehmen. Das Tagesseminar geht unter anderem der Frage nach, wie sich Religiosität im Exil-Dasein leben lässt.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Juden im babylonischen Exil bauen nach der Zerstörung des ersten Tempels in Jerusalem 586 vor der Zeitrechnung eine neue Existenz auf. Das Buch Esther erzählt vom Plan des korrupten Politikers Haman, an den Juden einen Genozid auszuüben – ein Plan, der durch die Zivilcourage einer jüdischen Frau vereitelt wird. Ihr Name «Esther» bedeutet auf Hebräisch «Verhüllung» und weist auf die Verborgenheit Gottes in der nachbiblischen Welt hin.

Sozusagen als Anleitung für die Zukunft wurde dieses Buch noch in den Kanon der Hebräischen Bibel aufgenommen. Es handelt von der Welt des Exils, der Welt der Politik, Korruption und der Verbrechen bis zum Genozid, in dem der Mensch gerufen ist, Verantwortung für seine Erlösung zu übernehmen. Wo aber ist Gott? Und wie lässt sich Religiosität im Exil-Dasein leben? Um diese Grundfragen geht es im Buch Esther, dem Buch der Verhüllung, welches eine der grossen Paradigmenwechsel der Geschichte Israels einläutete.

Sprachkurs
22.1.17: Schabbat und Sonntag – Auszeit für die Seele (24)

Leitung Michel Bollag, Christian Rutishauser SJ

Daten Sonntag, 22. Januar - Freitag, 27. Januar

Ort Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn

Anmeldeschluss 3. Januar

Auskunft / Anmeldung:
Lassalle-Haus
Bad Schönbrunn
6313 Edlibach bei Zug
+41 (0)41 757 14 14
info@lassalle-haus.org

Detailprospekt beim ZIID erhältlich.

Jede Kultur und jede Religion hat die Zeit zu ordnen. Die globalisierte Gesellschaft wird jedoch immer mehr von der Zeit gehetzt. Eine kollektive Identität kann sich aber nur bilden, wenn Zeiten auch gemeinsam gestaltet werden. Dazu wird seit alters her auf Kalenderordnungen und Festtage gesetzt. Während einer Woche setzen wir uns wir uns in dieser Hebräischwoche im Lasalle-Haus in Bad Schönbrunn mit den vielfältigen Texten zum Schabbat aus der Hebräischen Bibel auseinander.

Fokuspunkt: Basiswissen

Jede Kultur und jede Religion hat die Zeit zu ordnen. Die globalisierte Gesellschaft versteht sich darauf, den ganzen Raum der Erde zu erobern, doch wird sie immer mehr von der Zeit gehetzt. Die Deregulierung der öffentlichen Zeit bringt für den einzelnen Menschen nicht nur mehr Freiheit, sondern auch grösseren Stress mit sich. Vor allem aber kann sich eine kollektive Identität nur bilden, wenn Zeiten auch gemeinsam gestaltet werden. Dazu wird seit alters her auf Kalenderordnungen und Festtage gesetzt. Das Judentum hat dabei stets für den Sieben-Tage-Rhythmus gekämpft, weil er Freiheit von Arbeit und Fülle des Lebens bringt. Das Judentum selbst wird weltweit durch den Sabbat zusammengehalten. Durch das Christentum mit seinem Sonntag als Tag der Auferstehung und Überwindung aller Todeskräfte hat sich der Sieben-Tage-Rhythmus schliesslich weltweit verbreitet, so dass säkulare wie auch multireligiöse Gesellschaften davon geprägt sind. Der Lohnarbeit wird ihren Platz zugewiesen und Freiraum für die Pflege der Beziehung mit Gott und den Mitmenschen wird geschaffen.

In dieser Hebräischwoche werden die vielfältigen Texte zum Schabbat aus der Hebräischen Bibel gelesen und gelernt. Das Kulturgut Sabbat wird in den Vorträgen erschlossen und dabei wird auch auf Bedeutung und Sinn des Sonntags eingegangen. Hebräisch lernen also mit Texten, die nichts an Aktualität für die Zeitgestaltung im 21. Jahrhundert eingebüsst haben.

Kurs / Vortrag
Ab 11.1.17: Juden in Afrika? Schwarzafrikanisches Judentum und Jüdische Identität (11)

Leitung Daniel Lis

Daten Mittwoch, 11., 18., 25. Januar

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 110. –

Anmeldeschluss 23. Dezember

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Anhand von Video-Clips, Musik und Texten wollen wir an drei Abenden Einblick gewinnen in die Geschichte und gegenwärtigen Entwicklungen der Äthiopischen Juden, der Igbo in Nigeria und weiteren schwarzafrikanischen jüdischen Gruppierungen – und in ausgewählte Bezüge zur Schweiz.

Fokuspunkt: Basiswissen

Anhand von Video-Clips, Musik und Texten wollen wir Einblick gewinnen in die Geschichte und gegenwärtigen Entwicklungen der Äthiopischen Juden, der Igbo in Nigeria und weiteren schwarzafrikanischen jüdischen Gruppierungen – und in ausgewählte Bezüge zur Schweiz.

Denn: Seit den grossen Einwanderungswellen äthiopischer Juden (Beta Israel) nach Israel in den 1980er und 1990er Jahren sind die Schwarzen Juden einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Dass das Phänomen von jüdischer Identität in Afrika viel breiter ist, ist weitgehend unbekannt. Doch was sind die Geschichten, die hinter diesen schwarzafrikanischen Jüdischen Gemeinschaften stecken, und wie begegnet der Israelische Staat diesen zuvor eher unbekannten Gruppen? Ziel des Kurses ist es unter den Teilnehmenden eine Diskussion zu erzeugen, was jüdische Identität ist.

Tagung
19.12.16: Salafiyya: Die gescheiterte Reformation im Islam (14)

Leitung Muhammad Sameer Murtaza

Datum Montag, 19. Dezember

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 170. –

Anmeldeschluss 2. Dezember

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Immer wieder wird die Forderung nach einer Reformation des Islam laut. Doch was wäre, wenn der Islam sich genau jetzt inmitten einer Reformation befindet? An der Tagung werden die Hintergründe der „islamischen Reformation“ erläutert und Analogien zur Reformation im Christentum aufgezeigt.

Fokuspunkt: Basiswissen

Bewegungen wie der Wahhabismus, die Muslimbrüder und der IS fordern alle eine Rückkehr zur Schrift alleine (sola scriptura)! Erinnert dies nicht auch an die Anfänge des Protestantismus, der mit Lutheranern, Calvinisten und den Bilderstürmern ebenso pluriform war?

Der Islamwissenschaftler Dr. Muhammad Sameer Murtaza (Stiftung Weltethos) wird in diesem Tagesseminar die Hintergründe der "islamischen Reformation" erläutern, ihre Akteure vorstellen, sowie ihre Analogien zur Reformation im Christentum aufzeigen. Und nicht zuletzt wird es um die Frage gehen: Braucht der Islam wirklich eine Reformation oder braucht er vielleicht etwas ganz anderes?

Tagung
28.11.16: Islam in Westeuropa im Fokus - Inhalte und gesellschaftspolitische Folgen gegenwärtiger Islam-Debatten (13)

Leitung Samuel M. Behloul, Rifa‘at Lenzin

Datum Montag, 28. November

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Kulturpark, Pfingstweidstrasse 16, Mehrzwecksaal

Kosten CHF 150. –

Anmeldeschluss 11. November

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit dem Kulturpark durchgeführt.

Noch vor einigen Jahren hatte man den Eindruck, die Islam-Debatten in den einzelnen westeuropäischen Ländern seien unterschiedlich besetzt. Heute fällt auf, dass sich diese Debatten zu einem Diskursfeld verdichtet haben, das von Bedrohung des westlichen Werteverständnisses t durch die Präsenz von Muslimen dominiert ist. Interessierte erhalten in diesem Tagesseminar einen Überblick über die Akteure dieses Diskurses und wichtige Einblicke, wie dieser die Selbst- und Fremdbilder von Muslimen und Nicht-Muslimen beeinflusst.

Fokuspunkt: Basiswissen

Das sogenannt westliche Werteverständnis bedroht und in Frage gestellt, seine angenommene Universalität durch die Präsenz von Islam und Muslimen dominiert: Diese wirkmächtige Semantik der aktuellen Islam-Debatten dominiert das Diskursfeld quer durch die westeuropäischen Gesellschaften und der politischen und weltanschaulichen Ausrichtungen ihrer Akteure. Das ist neu; noch vor einigen Jahren hatte man den Eindruck, die Diskurse zum Islam seien in den einzelnen westeuropäischen Ländern inhaltlich unterschiedlich geprägt und akzentuiert, etwa je nach Staatsbürgermodell oder je nach dem Verhältnis von Kirche und Staat.

Das Ziel der Tagung besteht darin, an ausgewählten Beispielen in ländervergleichender Perspektive der Frage nachzugehen, wie die aktuellen Islam-Debatten inhaltlich strukturiert sind, wer ihre religiösen und politischen Akteure sind und wie diese Debatten sowohl individuelle als auch kollektive Selbst- und Fremdbilder von Muslimen und Nicht-Muslimen beeinflussen.

Kurs / Vortrag
Ab 16.11.16: Kabbalistische Meister im 19. Jahrhundert - Kabbalah von ihren Anfängen bis heute VII. Persönlichkeiten, Konzepte und Texte (09)

Leitung Raphael Pifko

Daten Mittwoch, 16., 23., 30. November, 7. Dezember

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 130.-

Anmeldeschluss 28. Oktober

Die Welt der Kabbalah ist äusserst vielfältig. Es sollen ihr Fluss von den Anfängen bis in die Postmoderne untersucht und ihre Haupt- und Nebenströme kennengelernt werden. An vier Abenden erhalten die Teilnehmenden einen besonderen Einblick in den Chassidismus im 19. Jahrhundert.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Welt der Kabbalah erweist sich bei näherer Betrachtung als äusserst vielfältig. Es sollen ihr Fluss von den Anfängen bis in die Postmoderne untersucht und ihre Haupt- und Nebenströme kennengelernt werden. In diesem Semester werden wir vor allem mit dem Chassidismus im 19. Jahrhundert befassen, der von einigen auch als «Zaddikismus» bezeichnet wird.

Wir werden zuerst über den inzwischen zur Institution gewordenen chassidischen «Hof» sprechen und uns dann auf folgende Persönlichkeiten und ihre Lehren konzentrieren:

  • Der «Seher von Lublin» (R. J.J. Horowitz, 1745 – 1815) und sein Schüler, der «Heilige Jude» von Przysucha (R. J.J. Rabinowitz, 1766 – 1813)
  • R. Simchah Bunim von Przysucha (1765 – 1827)
  • R. Menachem Mendel von Kozk (1787 – 1859)
  • R. Josef Leiner von Izbica (1800 – 1854)
  • R. Jizchak Meir Alter von Ger (1789 – 1866)
  • Die «Jungfrau von Ludmir», Hannah Rachel Verbermacher (1805 – 1888)

Die Teilnahme an den vorangegangenen Kursen wird nicht vorausgesetzt.

Kurs / Vortrag
Ab 15.11.16: Die Kabbalah - Eine Einführung (08)

Leitung Raphael Pifko

Daten Dienstag, 15., 22., 29. November

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 110.-

Anmeldeschluss 28. Oktober

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Die Kabbalah gilt vielen Menschen als ein Buch mit sieben Siegeln, wird von einigen gar als «jüdische Geheimlehre» bezeichnet. Was ist die Kabbalah und was bedeutet sie im Judentum? An drei Abenden wollen wir uns Wissen hierzu aneignen.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Kabbalah gilt vielen Menschen als ein Buch mit sieben Siegeln, wird von einigen gar als «jüdische Geheimlehre» bezeichnet. Was ist die Kabbalah, was bedeutet sie im Judentum, woher stammt sie, was sind ihre wichtigsten Aussagen?

Am ersten Abend wird in die Kabbalah eingeführt, indem wir uns mit ihrer Entstehungsgeschichte und ihren Ausprägungen in der Antike und im frühen Mittelalter beschäftigen. Die beiden folgenden Abende sind zwei wichtigen Kabbalisten, ihrem Leben und ihren Lehren gewidmet:

· R. Mosche Cordovero (1522 – 1570) beschrieb als erster systematisch das Konzept des Lebensbaums und der Sefirot.

· R. Isaak Luria (1534 – 1572) wirkt bis heute mit seinen Lehren des Zimzum und des «Zerbrechens der Gefässe» prägend auf die Kabbalah.

Sprachkurs
Ab 7.11.16: Frauengestalten in der Bibel - Hebräisch Lektüre für Fortgeschrittene (07)

Leitung Hannah Liron

Daten Montag, 7. November, 9. Januar, 6. Februar

Zeit 10.00 – 16.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16 (4. Stock)

Kosten CHF 300. –

Anmeldeschluss 21. Oktober

Frauen erscheinen in der Bibel manchmal als Nebenfiguren, doch sie beeinflussen oft den Gang der Dinge und geben der Geschichte eine bestimmte Richtung. In diesem Kurs lesen wir die Erzählungen über die Mütter – Sarah, Rebekka und Rachel; Mirjam, Hannah, Deborah; Abigail, Bathseba u.a. - und behandeln die sprachlichen und gestalterischen Mittel.

Fokuspunkt: Basiswissen

Die Bibel stellt zwar eine von Männern dominierte Welt dar, aber es kommen auch zahlreiche Frauen darin vor. Es sind vielfältige Figuren, jede mit ihrer einzigartigen Persönlichkeit. Auch wenn sie manchmal als Nebenfiguren erscheinen mögen und oft im Verborgenen wirken, beeinflussen sie den Gang der Dinge. Sie geben der Geschichte eine bestimmte Richtung und damit dem Schicksal des Einzelnen, des Volkes, ja der Menschheit insgesamt.

Wir lesen die entsprechenden Texte (die Erzählungen über die Mütter – Sarah, Rebekka und Rachel; Mirjam, Hannah, Deborah; Abigail, Bathseba u.a) und behandeln die sprachlichen und gestalterischen Mittel.

Hebräisch Kenntnisse werden vorausgesetzt.