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Kurs / Vortrag
Papsttreu oder Staatstreu? (08)

Leitung András Máté-Tóth

Datum Dienstag, 10. April

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten Eintritt frei, Kollekte

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit dem Institut G2W durchgeführt.

Zwei Tage nach den Wahlen in Ungarn, am 10. April 2018, referiert Máté-Tóth am ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog über die Rolle der Kirche in Ungarn und in Osteuropa: Mit ihrer Haltung zur Flüchtlingsproblematik steht zumindest ein Teil der katholischen Kirche Osteuropas auf einer Linie mit der nationalkonservativen Ausrichtung der aktuellen Politik in Polen, Ungarn und Tschechien.

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Katholische Kirche in Osteuropa im Widerspruch
Input-Referat mit anschliessender Diskussion

«Von außerhalb oder für Menschen, die nicht Ungarisch sprechen, stellt sich die Angelegenheit ziemlich einfach dar: Die Hierarchie der katholischen Kirche hat ein Abkommen mit der Regierung geschlossen – die Regierung zahlt und die Kirche schweigt. Da die Orbán-Regierung sich zum Ziel gesetzt hat, Ungarn und Europa vor den ‘muslimischen, terroristischen Attacken’ zu verteidigen, kann die Kirche daher auch nicht für die Flüchtlinge sprechen. Dieses Bild ist aber schlimmer als falsch, es ist vereinfacht.» Das sagte der renommierte ungarische Religionswissenschaftler, Prof. András Máté-Tóth in einem Interview.

Zwei Tage nach den Wahlen in Ungarn, am 10. April 2018, referiert Máté-Tóth am ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog über die Rolle der Kirche in Ungarn und in Osteuropa: Mit ihrer Haltung zur Flüchtlingsproblematik steht zumindest ein Teil der katholischen Kirche Osteuropas auf einer Linie mit der nationalkonservativen Ausrichtung der aktuellen Politik in Polen, Ungarn und Tschechien.

Worin liegen die Gründe für das enge Verhältnis von katholischer Kirche, Nation und staatlicher Macht in Osteuropa? Und wodurch ist die Abwehrhaltung der Kirche gegen Migration und gegen das Fremde motiviert?

Prof. András Máté-Tóth lehrt an der Universität Szeged in Ungarn und zählt durch seine Forschung europaweit als ausgewiesener Experte in religionspolitischen Fragen in Ost- und Mitteleuropa.

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Kurs / Vortrag
Wohin steuert das Christentum? (07)

Vortrag Andreas Heuser

Podium Andreas Heuser und Michel Müller (Leitung Samuel Behloul)

Datum Montag, 9. April

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 35. –

In seinem Buch «Die Zukunft des Christentums» schreibt Philip Jenkins, dass das Weltchristentum unter den Einfluss eines anti-intellektuellen Fundamentalismus gerät. Wenn dem so ist, welche Auswirkungen hat die zunehmende christliche Migration von ausserhalb Europas auf das westliche Christentum, konkret auch in der Schweiz?

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Aufklärung oder Radikalisierung?

Dem Christentum wird regelmässig die Rolle einer Religion mit Modellcharakter zugeschrieben, vor allem wenn es darum geht, ob sich der Islam mit der Moderne verträgt. Das Christentum habe die Aufklärung bereits hinter sich und sich längst zu einer zeitgemässen Religion entwickelt. So das gängige Argument.

Der britische Religionshistoriker Philip Jenkins weist hingegen darauf hin, dass das Christentum 500 Jahre nach Reformation zunehmend konservativer und fundamentalistischer werde. Dies vor allem mit Blick auf Afrika, Lateinamerika und Asien.

Den gegenwärtigen Entwicklungstendenzen im weltweiten Christentum widmet sich der Vortrag von Prof. Dr. Andreas Heuser vom Lehrstuhl für das aussereuropäische Christentum der Uni Basel.

Auf dem anschliessenden Podium diskutieren Prof. Dr. Andreas Heuser mit dem Kirchenratspräsidenten der evang.-ref. Kirche Kanton Zürich, Pfr. Michel Müller.

Dabei wird es vor allem um die Frage gehen, wie sich die Migration von christlichen Gemeinschaften aus dem aussereuropäischen Raum auf das etablierte Christentum in der Schweiz mittel- und langfristig auswirken könnte.

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Tagung
Pessach und die Option der Freiheit (02)

Leitung Gabriel Strenger

Datum Montag, 26. März

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 190. –

Was ist Freiheit? Kann der Mensch sie erreichen? Welche Wahl bleibt uns überhaupt, wenn wir von unbewussten Kräften gesteuert werden, wie das die Psychoanalyse und die Neurologie behaupten? Gabriel Strenger geht mit Ihnen diesen Fragen anhand der Geschichte vom Auszug des jüdischen Volkes aus Ägypten nach.

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Oder haben wir eine Wahl?

Was ist Freiheit? Kann der Mensch sie erreichen? Welche Wahl bleibt uns überhaupt, wenn wir von unbewussten Kräften gesteuert werden, wie das die Psychoanalyse und die Neurologie behaupten?

In den chassidischen Deutungen der biblischen Erzählung vom Auszug aus Ägypten steht Mizraim («Ägypten») für die spirituelle Enge des Menschen, der in seinem Leben in äusseren oder inneren Zwängen gefangen ist: es sind insbesondere die Versklavung und der Götzendienst, die die Freiheit des Menschen immer wieder in Frage stellen. Deren moderne Form aber finden sich in den mannigfaltigen Erscheinungen der Sucht: Konsum, Nahrung, Sexualität und in der Ausbeutung von Mitmensch und Natur.

Pessach, das biblische Frühlingsfest, erinnert an den spektakulären Auszug der Hebräer aus der Versklavung Mizraims. Der Seder-Abend ist eine Neuinszenierung der Befreiung im Hier und Jetzt. Die Seder-Nacht mit ihren vielen Symbolen – dem Armenbrot und dem Wein, dem Bitterkraut, den Geschichten und den Gesängen – hat für manche ein besonderes mystisches flair, das wir ergründen wollen.

Dieses Seminar deutet die biblische Erzählung vom Auszug aus Mizraim sowie die Bräuche der Seder-Nacht aus den Quellen der Kabbala und des Chassidismus und erschliesst deren Relevanz für die eigene spirituelle Entwicklung

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Sprachkurs
Das Buch Samuel (29)

Leitung Michel Bollag

Daten Montag, 19. März, 7. Mai, 11. Juni

Zeit 10.00 – 16.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 300. –

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Hebräisch-Lektüre

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern.

Die kontinuierliche Lektüre setzt in Kapitel 18 ein. In den folgenden Kapiteln wird Samuels Weg zum Propheten geschildert. Dies in einer Zeit in der angesichts der äusseren Bedrohung durch die Philister und der Spannungen zwischen den Stämmen, neue politische Strukturen für die israelitischen Stämme notwendig erscheinen. Doch zuvor stellt die Bibel die innere Korruption der Priesterkaste, in den Mittelpunkt.

Der Text wird in seiner hebräischen Originalfassung gelesen und auf Deutsch übersetzt. Zur Sprache kommen sowohl die Frage der Entstehung dieses Buches in seinen historischen Kontexten als auch diejenigen seiner Wirkungsgeschichte und theologischen Relevanz. Rabbinische und bibelwissenschaftliche Kommentare werden beigezogen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular), sowie die Bereitschaft, Texte zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

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Kurs / Vortrag
«Der Friede im Glauben» (06)

Leitung Samuel Behloul

Datum Montag, 19. März

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 35. –

Nikolaus Cusanus (1401-1464) setzte in seinem Werk «De pace fidei» (Der Friede im Glauben) seine Idee der Ökumene, der einen Religion, die ihre regionale Vielfalt behalten soll gegen den religiösen Fanatismus. Hätten sich auf dieser Grundlage die Religionskriege vermeiden lassen?

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Christliche Bausteine für den interreligiösen Dialog: Nikolaus Cusanus

Wenn man sich an Cusanus gehalten hätte, dann wären uns die Religionskriege des 16. und des 17. Jahrhundert möglicherweise völlig erspart geblieben. Diese und ähnliche Aussagen hört man immer wieder, wenn der Name des Universalgelehrten und Kirchenpolitikers Nikolaus Cusanus (1401-1464) fällt.

Das Leben und Werk von N. Cusanus waren tatsächlich vom Ideal der Eintracht sowohl zwischen Kirche und Staat, als auch zwischen verschiedenen Religionen getragen. Gegen den religiösen Fanatismus setzte Cusanus seine Idee der Ökumene, der einen Religion, die ihre regionale Vielfalt behalten soll.

Im Vortrag werden Texte aus Cusanus’ Werk Der Friede im Glauben (De pace fidei) vorgestellt und kommentiert. Cusanus schrieb das Werk aus Anlass der Eroberung Konstantinopels durch die Osmanen 1453.

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Kurs / Vortrag
Die Psalmen in jüdischer Auslegung (01)

Leitung Annette M. Böckler

Daten Mittwoch, 14., 21., 28. März

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 110. –

Das Buch der Psalmen - Tehillim - lässt uns teilhaben an Gotteslob und Schmähungen, Bitt- und Dankgebeten. In ihm finden Freude und Klagen «aus tiefster Not» ihren Ausdruck. Wie werden die Psalmen in jüdischer Tradition ausgelegt und eingesetzt?

Fokuspunkt: Judentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Interessantes und Spannendes im Buch Tehillim


Die Psalmen spielen im Judentum eine wesentliche Rolle als Vorbereitungstexte für das Gebet. Einige Psalmen haben zentrale Funktionen. Einige andere sind schwierig oder anstössig.

Wir werden ausgewählte Psalmen gemeinsam studieren. Zunächst hören wir genau auf den biblischen Text selbst. Dann erforschen wir, was jüdische Bibelkommentatoren zu diesem Psalm sagen. Und zuletzt lernen wir für den betreffenden Psalm den liturgischen Ort im Judentum kennen.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Texte werden an den Kursabenden abgegeben.

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Tagung
Arabische Kalligrafie II (12)

Leitung Daniel Reichenbach

Datum Sonntag, 11. März

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 175. – (inkl. Material und Kursunterlagen); CHF 240. – bei gleichzeitiger Buchung beider Kalligrafiekurse

Die genauere Untersuchung eines einzelnen Stils mit Fokus auf dessen besonderen Eigenschaften wie Duktus, Proportion oder Geometrie, ermöglicht einen konstanten Schreibfluss und verhilft folglich zu meditativen Momenten. Dabei konzentrieren wir uns besonders auf die technischen Abläufe während der Buchstabenbildung.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Vertiefung in die arabische Kalligrafie mit dem Nasẖī-Stil

Die genauere Untersuchung eines einzelnen Stils mit Fokus auf dessen besonderen Eigenschaften wie Duktus, Proportion oder Geometrie, ermöglicht einen konstanten Schreibfluss und verhilft folglich zu meditativen Momenten.

Der Nasẖī-Stil ist ästhetisch anspruchsvoll und dient als Verständnisgrundlage komplexerer Stile. Am Vormittag beleuchten wir die Eigenschaften einzelner Buchstaben und erproben diese anhand von Beispielwörtern und der Rohrfeder. Dabei konzentrieren wir uns besonders auf die technischen Abläufe während der Buchstabenbildung. Nach der Mittagspause spielen wir die gewonnenen Erkenntnisse in aller Ruhe durch und nehmen bekannte Ligatur-Formen hinzu. Zur Abrundung dürfen einfache Kalligramme oder weitere Schriftstile ausprobiert werden. Die Beachtung von Details und wiederholendes Üben verhelfen zur Gesamtübersicht des Alphabets und seinen Besonderheiten.

Grundkenntnisse (arabisches Alphabet), wie sie der Einführungskurs Arabische Kalligrafie I (11) vermittelt, werden vorausgesetzt. Die Anzahl Teilnehmender ist beschränkt.

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Tagung
Arabische Kalligrafie I (11)

Leitung Daniel Reichenbach

Datum Samstag, 10. März

Zeit 13.30 – 16.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 80. – (inkl. Material und Kursunterlagen); CHF 240. – bei gleichzeitiger Buchung beider Kalligrafiekurse

Die Ausstrahlung eines kalligrafischen Werks fasziniert Laien genauso wie Kenner. Wie sich diese künstlerische Tätigkeit wohl anfühlt und wie viel Übung dahintersteckt, empfinden wir mit Werkzeug und Tinte in diesem Einführungskurs handwerklich nach.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Handwerkliche Einführung in die Künste der arabischen Kalligrafie

Die Ausstrahlung eines kalligrafischen Werks fasziniert Laien genauso wie Kenner. Wie sich diese künstlerische Tätigkeit wohl anfühlt und wie viel Übung dahintersteckt, empfinden wir mit Werkzeug und Tinte handwerklich nach. Wir erleben dabei, dass erst die korrekt gehaltene Rohrfeder ihre Tintenspur zum erwarteten Resultat führt. Wir erzielen die Schönheit eines Buchstabens, indem wir unsere Beobachtungsgabe stärken und die damit gewonnen Hintergrundinformationen einsetzen.
Während der haptischen Tätigkeit sammeln wir ästhetische Erfahrung sowie Kenntnisse über das Schriftensystem und das Alphabet. Die «rätselhaften» Konsonanten verbinden wir schliesslich zu lesbaren Wörtern.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Der Kurs eignet sich als Vorbereitung zum Kurs Arabische Kalligrafie II (12). Vertiefung in die arabische Kalligrafie mit dem Nasẖī-Stil.

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