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Kurs / Vortrag
Kann denn Liebe Sünde sein? - eine Ringvorlesung (06)

Ringvorlesung über Erotik und Religion 6x

Datum: 28. Oktober - 2. Dezember 2020
Zeit: 19.30 – 21.00 Uhr
Ort: Uni Zürich Hauptgebäude, Rämistrasse 71, 8006 Zürich
Kosten: 30 CHF einzeln / CHF 150 bei Buchung aller Vorlesungen
Anmeldeschluss: 19. Oktober 2020
Eine Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich

«Deine Brüste sind wie die Zwillinge einer Gazelle, die in den Lilien weiden». Wer würde einen solchen Satz einer heiligen Schrift, und erst noch der Bibel, zuordnen? Ein Gang durch die Heiligen und andere Schriften der drei abrahamitischen Religionen und Kulturen.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

Eine Ringvorlesung über Erotik und Religion 6x

Mittwoch, 28. Oktober 2020, 19.30 - 21.00 Uhr
Das «Hohelied» - ein literarisches Denkmal der Erotik
Prof. Dr. Stefan Schreiner

Das Lied der Lieder der Hebräischen Bibel besingt in siebenundzwanzig Variationen die Liebe zwischen Mann und Frau, ganz in der Tradition alt-orientalischer Liebeslieder. Erst die spätere jüdische und christliche Deutung hat im «Hohenlied» eine Allegorie gesehen und es auf die Beziehung zwischen Gott und Israel respektive Christus und Kirche interpretiert: Auf geistige Sinnlichkeit reduzierte Erotik verkennt indessen, dass Lust und Liebe (körperliche Beziehung zwischen Frau und Mann eingeschlossen) Teil der Schöpfungsordnung sind und als solche ihr Recht und ihren Sinn haben.

Mittwoch, 4. November 2020, 19.30 - 21.00 Uhr
Alles Lustvolle ist Sünde - Ist alles Lustvolle Sünde?
Dr. Doris Strahm

Die christliche Religion hat Eros, die lustvolle Liebe und Agape, die göttliche Liebe, auseinandergerissen sowie die sexuelle Lust und Sünde praktisch gleichgesetzt. Lustfeindlichkeit ging dabei über Jahrhunderte Hand in Hand mit Frauenfeindlichkeit. Als Eva wurde die Frau zum Symbol der Sünde, sexueller Verführung, der Verfügbarkeit und erotischer Begierden. Frauen kritisieren diese Sicht und entfalten ein anderes Verständnis von erotischer Liebe und göttlicher Liebe.

Mittwoch, 11. November 2020, 19.30 - 21.00 Uhr
Eros - ein Muslim?
Dalila Zouaoui Becker

Tausendundeine nacht, diese Ode an die Liebe, die keine dogmen und Tabus kennt, wurde in der islamischen Welt selbst tabuisiert. Das ist eigentlich ein Widerspruch, denn der Islam kennt auch eine erotische Theologie. Wie lässt sich dieser Widerspruch lösen? Eine überraschende Reise in die Welt in die profane und sakrale Literatur der islamischen Welt.

Mittwoch, 18. November 2020, 19.30 - 20.00 Uhr
Liebe, Sex und Allah
Dr. Ali Ghandour

In der muslimischen Tradition werden Liebe und Sex als Geschenk Gottes genossen, aber unter dem Einfluss der (westlichen) Moderne floss zunehmend Prüderie in die muslimische Kultur ein. Was heute als "typisch islamisch" erscheint, ist teils das Erbe von Clangesellschaften und teils ein Spiegelbild puritanischer Moral.

Mittwoch, 25. November 2020, 19.30 - 21.00 Uhr
Wo ist der Körper geblieben?
Raphael Pifko

Das Judentum hat eine lange Beziehungsgeschichte zu Körperlichkeit und Sexualität; zu ihr gehören Liebe, Feindschaft, Gleichgültigkeit und Aussöhnung. Wie und unter welchen Einflüssen haben sich diese Vorstellungen gewandelt?

Mittwoch, 2. Dezember 2020, 19.30 - 21.00 Uhr
Das Geschlecht Gottes. Eine Frage des Monotheismus?
Dr. Andreas Losch

"Lasst uns den Mneschen machen als unser Bilde, uns ähnlich", spricht Gott in der Genesis, und "als Mann und Frau schuf er sie". Gott ist also beiderlei Geschlecht. Wie kommt es dann, dass wir von "Ihm" und nicht auch von "Ihr" reden? Ist vielleicht bei der monotheistischen Bilderstürmerei etwas verloren gegangen von der sexuellen Spannung, die auch in Gott steckt? Oder ist eine Gottheit beiderlei Geschlechts doch eher eine Projketion rein menschlicher Bedingungen?

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Kurs / Vortrag
Im Namen Gottes und des Liebesgenusses (07)

Leitung Dalila Zouaoui Becker

Daten Donnerstag, 12. November 2020

Zeit 10.00 – 15.00 Uhr

Ort ZIID/Veranstaltungszentrum Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Kosten CHF 50.- (ohne Mittagessen)

(Anmeldung bis 28. Oktober)

Die Botschaft von Tausendundeiner Nacht. Brodelnde Sexualität und die Anbetung Allahs: Geht das überhaupt zusammen? Ja - und den Beweis führt Schahrasad, die berühmte Erzählerin von Tausendundeiner Nacht.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen (grün)

Dieses in mehrfacher Hinsicht einzigartige Meisterwerk der Weltliteratur zeichnet sich auch durch seine Vereinbarkeit von Sinnlichkeit und Frömmigkeit aus – das Auskosten irdischer Genüsse wird vom himmlischen Schöpfer abgesegnet.
Vom Islam geht im Prinzip kein Anathema aus über die Sexualität – die jüngste monotheistische Religion kennt sogar eine Theologie der Liebe und des Orgasmus. Die Wirklichkeit erzählt dennoch eine andere Geschichte. Das zeigt auch das Schicksal von Tausendundeiner Nacht in seinem einstigen Entstehungsraum, in dem die Hüter der Moral und der „reinen“ Religion immer wieder versuchen, Schahrasad zum Schweigen zu bringen.

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Kurs / Vortrag
«Das Tagebuch der Menschheit Teil 1» (09)

Leitung Hanspeter Ernst

Daten Donnerstag, 26. November 2020

Zeit 09.00 – 16.00 Uhr

Ort ZIID/Zentrum Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Kosten CHF 150.- (ohne Mittagessen)
(beide Veranstaltungen zusammen CHF 180)

(Anmeldung bis 12. November)

Da gibt es zwei Wissenschaftler, einer Anthropologe und Evolutionsbiologe, der andere Historiker und Literaturwissenschaftler, beide Agnostiker, die kommen auf die Idee, die Bibel zu lesen. Sie sind begeistert von den Geschichten, finden sie weder langweilig noch doof oder gar schrecklich und schreiben «Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät.» Sie schreiben so, dass das Lesen zum Vergnügen wird.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

Und da gibt es zwei Wissenschaftler, einer Anthropologe und Evolutionsbiologe, der andere Historiker und Literaturwissenschaftler, beide Agnostiker, die kommen auf die Idee, die Bibel zu lesen. Sie sind begeistert von den Geschichten, finden sie weder langweilig noch doof, und schreiben «Das Tagebuch der Menschheit. Was die Bibel über unsere Evolution verrät.» Sie schreiben so, dass das Lesen zum Vergnügen wird. Nicht nur werden die Geschichten wieder lebendig, sie erweitern den eigenen Horizont und geben einen tiefen Einblick in die Genese des homo sapiens.

Wir nehmen uns einen Tag Zeit, um die Bibel nicht als Dokument der Offenbarung, sondern als Buch kennenzulernen, das uns einen tiefen Einblick in unsere Herkunft gibt.

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Kurs / Vortrag
«Das Tagebuch der Menschheit Teil 2» (10)

Leitung Hanspeter Ernst und Prof. em. Dr. Carel van Schaik

Daten Samstag 28. November 2020

Zeit 10.00 – 12.30 Uhr

Ort ZIID/Zentrum Paulus Akademie, Pfingstweidstrasse 28, 8005 Zürich

Kosten CHF 50.- (Beide Verantsaltungen zusammen 180)

(Anmeldung bis 12. November)

Was die Bibel über unsere Evolution verrät Im Gespräch mit Carel van Schaik Carel van Schaik hat zusammen mit Kai Michel das Tagebuch der Menschheit verfasst. Was in aller Welt hat den Evolutionsbiologen und Primatenforscher van Schaik bewogen, sich derart intensiv mit der Bibel zu befassen?

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

Was sind, kurz zusammengefasst, die für ihn wichtigsten Einsichten?
Im ersten Teil der Veranstaltung geht es darum, den Autor ein wenig kennen zu lernen, ihm auch Verständnisfragen zu stellen.
In einem zweiten Teil geht es dann um die Auseinandersetzung und Diskussion über strittige Thesen und Themen.

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Kurs / Vortrag
Lehrgang: Geschichte der Religionen Modul 1 (11)

Leitung (Lehrgang) N.N.

Leitung (Modul 1) Dr. Hanspeter Ernst, Raphael Pifko, Hannan Salamt

Daten Montag, 4., 11., 18., 25. Januar, 1., 8. Februar 2021, 6x

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Kosten CHF 240.- (je Modul)

(Anmeldung bis 17. Dezember)

Der Lehrgang wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Lehrgang der Geschichte der Religionen Der Lehrgang besteht aus 8 Modulen, die einzeln und unabhängig voneinander besucht werden können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen, wie Religionen die Entwicklung von Kulturen und Gesellschaften beeinflusst haben und weiter beeinflussen und wie sie selbst von ihrer Umwelt geprägt wurden und werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die alle Module besuchen, erhalten nach einer Schlussprüfung eine Abschlussbestätigung.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

Modul 1

«Es ist noch keine Religion vom Himmel gefallen»

auseinander - gegeneinander - miteinander
Das Judentum hat mit der Zerstörung des Tempels, dem «Wohnort Gottes mitten im Volke Israel», sein Zentrum verloren. Es musste sich neu (er)finden. Und die Christen, die sich eigentlich als Juden verstanden, wurden langsam, aber stetig Christen. So beeinflussten sich das werdende Judentum (rabbinisches Judentum genannt) und das werdende Christentum gegenseitig. Bis einige Jahrhunderte später auf der Arabischen Halbinsel der Islam entstand. Seither prägen sich die drei abrahamitischen Religionen wechselseitig – und dies nicht ohne Schmerz, aber auch mit Bereicherung. Vom Römischen Reich über die Kreuzzüge – nach Andalusien – bis nach Wittenberg und Zürich.

Vorschau:

Modul 2 - Frühling 2021
"Judentum - Entstehung, Entwicklung und Inhalte", N.N.

Modul 3 - Sommer 2021
"Christentum - Entstehung, Entwicklung und Inhalte", N.N.

Modul 4 - Herbst 2021
"Islam - Entstehung, Entwicklung und Inhalte", Hannan Salamat

Modul 5 - Winter 2021/22
"Hinduismus - Entstehung, Entwicklung und Inhalte", Dr. Fank Neubert

Modul 6 - Frühling 2022
"Buddhismus - Entstehung, Entwicklung und Inhalte", N.N.

Modul 7 - Sommer 2022
"Die Zukunft der Religionen", N.N.

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Kurs / Vortrag
Biblische Geschichten in islamischer Malerei (13)

Leitung Prof. Dr. Stefan Schreiner
Datum Mittwoch, 20., 27. Januar, 3. Februar 2021
Zeit 14.00 – 17.00 Uhr
Ort ZIID/Zentrum Paulus Akademie
Kosten CHF 95

Anmeldeschluss 6. Januar

In Zusammenarbeit mit der VHS Zürich

Zu allen Zeiten der islamischen Geschichte hat es muslimische Gelehrte, Korankommentatoren zumal, gegeben, die die Bibel und ihre jüdische und christliche Auslegung studiert haben. Davon zeugen insbesondere die Prophetenerzählungen, die aus jüdischen und christlichen Quellen gespeiste Verstehenshilfen zum Koran und seiner Botschaft enthalten.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen (grün)

Seit dem 13./14. Jahrhundert zunehmend in gemalten Bildern in illuminierten Handschriften überliefert, haben sie ihrerseits Echo in jüdischer und christlicher Buchmalerei gefunden. Eine Seminarreihe mit Text und Bild.

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Kurs / Vortrag
47. Hebräische Woche (12)

Leitung Michel Bollag

Datum 24. – 29. Januar 2021

Ort Lassalle-Haus, Edlibach

Kosten CHF 600 inkl. Kursunterlagen CHF 450 für Studierende Preisänderungen vorbehalten
Unterkunft CHF 425 – 750 (Vollpension) Studierende Reduktion auf Anfrage

Anmeldung Lassalle-Haus, Bad Schönbrunn 3, 6313 Edlibach
+41 41 757 14 14 info@lassalle-haus.org

Anmeldeschluss 3. Januar 2021

In Zusammenarbeit mit Lassalle-Haus und Kloster Kappel

Jom Kippur – Der grosse Versöhnungstag Das Pessach-Fest, das den Auszug aus Ägypten feiert, mag das jüdische Fest sein, das über das Judentum hinaus am Bekanntesten ist. Doch der Höhepunkt im Synagogenjahr ist der Jom Kippur. Der Tora-Text dazu steht mit Lev 16 genau in der Mitte der fünf Bücher Mose. In der Liturgie wird an diesem Tag auch das Buch des Propheten Jona gelesen, der nicht nur Ninive zur Umkehr bewegen, sondern auch sein eigenes Gottesbild revidieren soll. Diese und weitere Texte werden in der Woche gelesen.

Fokuspunkt: Exkursionen, Rundgänge und Reisen (beige)

Die Versöhnung durch ein Opfer und das Ritual eines Sündenbocks von Jom Kippur hat in der Geschichte kräftig über die jüdische Tradition hinausgewirkt: Vom Sündenbockmechanismus wird bis heute gesprochen und bereits das Neue Testament interpretiert den Tod Jesu als Sühnopfer mit den Kategorien des Jom Kippur. Die Vorträge werden dieser spannenden Geschichte nachgehen. Was heisst Versöhnung auch heute? Im Konzert des Synagogenchors Zürich wird zudem auch das Kol Nidre erklingen, der Gesang des Versöhnungstags schlechthin.

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Kurs / Vortrag
Basiswissen Islam – Sunniten und Schiiten (14)

Leitung Hannan Salamat

Datum Freitag, 26.Februar 2021

Zeit 16.00 – 18.30 Uhr

Ort Treffpunkt: Zainabiya Association, Grabenstrasse 9, 8952 Schlieren

Kosten CHF 40.-

(Anmeldung bis 12. Februar)

Nach einem Einblick in die Besonderheiten von Schiiten und Sunniten erfahren Sie als Gäste der schiitischen Moschee in Schlieren, im Gespräch mit Musliminnen und Muslimen aus erster Hand einiges über die kulturelle und religiöse Vielfalt und die Organisationsstrukturen der Musliminnen und Muslime in Zürich.

Fokuspunkt: Islam - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen (grün)

Der Mythos vom ewigen Konflikt

Egal ob Libanon, Syrien, Irak oder Jemen: Immer wieder verlaufen Auseinandersetzungen anscheinend entlang konfessioneller Linien.

Sind diese Konflikte tatsächlich religiös bedingt, also die Folge einer Uneinigkeit nach dem Tod des islamischen Propheten Muhammad Was unterscheidet Sunniten und Schiiten? Woran glauben sie und wie viel Religion spielt in den Konflikten mit?

Als Gäste der schiitischen Moschee in Schlieren, im Gespräch mit Musliminnen und Muslimen erfahren Sie aus erster Hand einiges über die kulturelle und religiöse Vielfalt und die Organisationsstrukturen der Musliminnen und Muslime in Zürich.

Zur Anmeldung