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Kurs / Vortrag
Nicht wörtlich, sondern ernst nehmen (7)

Leitung Stefan Schreiner

Datum Donnerstag, 7. Mai 2020

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Kosten CHF 35.-

(Anmeldung bis 17. April)

Der Anlass wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wie alle literarischen Zeugnisse sind auch Heilige Schriften in ihrer Sprache ebenso wie in ihren Formen und Inhalten an die Zeit ihrer Entstehung untrennbar gebunden. Sie wörtlich zu nehmen, bedeutet daher, sie auf die Rolle von literarischen Zeugnissen - unter anderen - der Zeit ihrer Entstehung zu beschränken. Nur wenn Heilige Schriften nicht wörtlich, sondern ernst genommen werden, haben und behalten sie Bedeutung über Zeit und Ort ihrer Entstehung hinaus.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

Grundfragen im Umgang mit Heiligen Schriften in Judentum, Christentum und Islam

Heilige Schriften sind keine leichte Lektüre, gleichviel, ob in ihrem sogenannten Urtext oder einer mehr oder weniger zufällig gewählten Übersetzung. Um sie zu verstehen, und sie zu verstehen, ist Voraussetzung für verantwortlichen Umgang mit ihnen, genügt es nicht, sie lesen zu können und zu lesen.

Sie zu verstehen, verlangt zu wissen, wie, wann und wo sie entstanden und von wem sie überliefert worden sind. Denn wie alle literarischen Zeugnisse sind auch Heilige Schriften nicht nur Zeugen der Zeit ihrer Entstehung, sondern an die Zeit ihrer Entstehung untrennbar gebunden, in ihrer Sprache ebenso wie in ihren Formen und Inhalten.

Heilige Schriften wörtlich zu nehmen, bedeutet daher, sie auf die Rolle von literarischen Zeugnissen der Zeit ihrer Entstehung zu beschränken, die für spätere Zeiten, gar für heute, keine andere Relevanz haben als andere derselben Zeit und demselben Ort entstammende historische Dokumente. Nur wenn man Heilige Schriften nicht wörtlich, sondern ernst nimmt, haben und behalten sie Bedeutung über Zeit und Ort ihrer Entstehung hinaus.