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Tagung
Hannah Arendt (20)

Leitung Martin Brasser

Datum Montag, 19. Juni

Zeit 9.30 – 17.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Tagung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

«Lügen scheint zum Handwerk nicht nur des Demagogen, sondern auch des Politikers und sogar des Staatsmannes zu gehören. Ein bemerkenswerter und beunruhigender Tatbestand». Diese Diagnose hat Hannah Arendt, eine der bedeutendsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, bereits 1963 getroffen. Diese Diagnose scheint bis heute unverändert zuzutreffen

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen (gelb)

«Lügen scheint zum Handwerk nicht nur des Demagogen, sondern auch des Politikers und sogar des Staatsmannes zu gehören. Ein bemerkenswerter und beunruhigender Tatbestand». Diese Diagnose hat Hannah Arendt, eine der bedeutendsten politischen Denkerinnen des 20. Jahrhunderts, bereits 1963 getroffen. Diese Diagnose scheint bis heute unverändert zuzutreffen. Genauso trifft aber auch die Beunruhigung über diesen Umstand unverändert zu – vor allem bei denen, für die Wahrheit und Lüge auch im öffentlichen Raum einen wesentlichen Unterschied ausmachen. Hannah Arendt hat gegen alle Trends jederzeit die Ideale von Humanität, Aufklärung, Dialog und Zivilcourage hochgehalten, auch wenn dies für sie selbst und für andere unbequem werden konnte. Die Therapie zu dieser Diagnose besteht nämlich nicht in Moralisieren und Vereinfachen, sondern – mit Hannah Arendt – in der glasklaren Analyse der politischen Situation, so wie sie ist, und so, wie sie sein soll.

An dieser Tagung erarbeiten wir uns das Konzept, das aus der Sicht Hannah Arendts dazu geeignet ist, Politik und Öffentlichkeit gleichwohl dem Anspruch der Wahrheit zu unterstellen. Wir lernen die zentralen Punkte in der politischen Theorie Hannah Arendts kennen. Dazu lesen wir ausgewählte Texte von Hannah Arendt, die von Wahrheit und Politik handeln und von der «rätselhaften Fähigkeit zu sagen ‘Die Sonne scheint’, während es draussen Bindfäden regnet» (H. Arendt).