Das ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog (bis 2015 Zürcher Lehrhaus) vermittelt Wissen über Religionen zum Dialog in einer multikulturellen Gesellschaft. Es ist ein Ort, um miteinander und voneinander zu lernen. Wer andere kennt, lernt sich selbst besser kennen und verstehen. Das ist eine unabdingbare Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben.

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Sprachkurs
Das Buch Jesaja (30)

Leitung Eva Keller

Daten Mittwoch, 1., 29. März, 10. Mai, 7. Juni, 5. Juli

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 150. –

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Fokuspunkt: Rundgänge und Sprachkurse

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. Schon im Buch selbst sind Spuren davon festzustellen, denn wesentliche Teile stammen von späteren Autoren, die die Worte Jesajas für ihre eigene Zeit fruchtbar machten. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Das Kursziel ist die Fähigkeit, den biblischen Text in der Originalsprache zu lesen und zu übersetzen und sich auch inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Die kontinuierliche Lektüre wird in Kapitel 45 einsetzen. Die Teilnehmenden bestimmen die Geschwindigkeit der Lektüre und entscheiden, welche Textpassagen vertieft angeschaut werden sollen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular) sowie die Bereitschaft, Texte unter Beizug von Hilfsmitteln zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

Zur Anmeldung
Sprachkurs
Das Buch Samuel (31)

Leitung Michel Bollag

Daten Montag, 20. März, 8., 22. Mai

Zeit 10.00 – 16.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 300. –

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern. Die Bibel stellt u.a. die innere Korruption der Priesterkaste in den Mittelpunkt.

Fokuspunkt: Rundgänge und Sprachkurse

Das erste Buch Samuel berichtet über die Entstehung des Königtums in Israel bis zum Tode Sauls im Krieg mit den Philistern.
Im Mittelpunkt des ersten Kapitels steht die Figur Chanas, der Mutter Samuels. Ihr Gebet und Samuels Weihe zum Gottesdiener gehören zu den berühmtesten Texte der Bibel und haben einen zentralen Stellenwert für die jüdische Liturgie gewonnen.
In den folgenden Kapiteln wird Samuels Weg zum Propheten geschildert. Dies in einer Zeit in der angesichts der äusseren Bedrohung durch die Philister und der Spannungen zwischen den Stämmen, neue politische Strukturen für die israelitischen Stämme notwendig erscheinen. Doch zuvor stellt die Bibel die innere Korruption der Priesterkaste in den Mittelpunkt.

Der Text wird in seiner hebräischen Originalfassung gelesen und auf Deutsch übersetzt. Die kontinuierliche Lektüre setzt in Kapitel 4 ein. Zur Sprache kommen sowohl die Frage der Entstehung dieses Buches in seinen historischen Kontexten als auch diejenigen seiner Wirkungsgeschichte und theologischen Relevanz. Rabbinische und bibelwissenschaftliche Kommentare werden beigezogen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular), sowie die Bereitschaft, Texte zu übersetzen, werden vorausgesetzt.

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Reise
Ab 23.4.17: Auf den Spuren von Sufis, Kabbalisten und Heiligen in Marokko - eine Kulturreise (31)

Leitung Stefan Schreiner

Daten Sonntag, 23. April - Mittwoch, 3. Mai 2017

Für mehr Informationen ca. ab Oktober Detailprospekt erhältlich.

Stefan Schreiner, ZIID-Stiftungsrat und emeritierter Professor für Religionswissenschaft und Judaistik und Seniorprofessor an der Universität Tübingen, und die Vertreter der Fachleitungen des ZIID ermöglichen eine Reise nach Marokko der anderen Art: Auf den Spuren von Sufis, Kabbalisten und Heiligen reisen Sie mit unserem Team durch Marokko.

Fokuspunkt: Interreligiöses Zusammenleben

Nach der Ausweisung und Vertreibung von Juden und Muslimen von der Iberischen Halbinsel gehörte neben dem Osmanischen Reich insbesondere der Maghreb, Marokko, zu den Fluchtpunkten derer, die eine neue Heimat suchen und finden mussten. Wenngleich es in den Jahrhunderten zuvor bereits stets intensive Beziehungen und entsprechenden Austausch zwischen Muslimen und Juden nördlich und südlich der Strasse von Gibraltar gab, war es seit dem 16. Jahrhundert Marokko, wo das kulturelle, religiöse und wissenschaftliche Erbe von Juden und Muslimen aus al-Andalus gepflegt und weiterentwickelt wurde, das Erbe der Sufis und Kabbalisten eingeschlossen.

Das Viertel der Andalusier in der Medina von Fès zeugt davon ebenso wie die Gasse der Kabbalisten in der malerischen Hafenstadt Essaouira. Einige solcher Städte, die einst Fluchtpunkte der Vertriebenen waren, darunter Fès, Marrakesch, Essaouira, Rabat-Salé wollen wir während der Rundreise besuchen und herauszufinden versuchen, was von diesem Erbe bis heute nachempfindbar geblieben ist.

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Kurs
Der Golem – zwischen Magie, Poesie und Technologie (14)

Leitung Andreas Kilcher

Daten Dienstag, 2., 9., 16. Mai

Zeit 19.30 – 21.00 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock

Kosten CHF 110. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Die Geschichte vom Golem ist einer der dichtesten und rätselhaftesten Mythen. Entstanden im Mittelalter im Kontext der jüdischen Magie und Kabbala, wurde er in unterschiedlichen Kontexten immer wieder aktualisiert und dabei höchst vielfältig gedeutet. Ambivalent war die Figur aber von Anfang an: Einerseits war sie als Ideal von Kreativität positiv konnotiert, andererseits aber auch negativ als die eben davon ausgehende Gefahr.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Die Geschichte vom Golem ist einer der dichtesten und rätselhaftesten Mythen. Entstanden im Mittelalter im Kontext der jüdischen Magie und Kabbala, wurde er in unterschiedlichen Kontexten immer wieder aktualisiert und dabei höchst vielfältig gedeutet. Ambivalent war die Figur aber von Anfang an: Einerseits war sie als Ideal von Kreativität positiv konnotiert, andererseits aber auch negativ als die eben davon ausgehende Gefahr.

Im Kurs werden an drei Abenden unter den Stichworten Magie, Poesie und Technologie drei Aspekte der Ausformung des Golem-Mythos entwickelt.
Zuerst ist es gegeben, die Herausbildung des Golem-Mythos im Umfeld der jüdischen magischen und mystischen Literatur zu diskutieren. Schon der Blick auf diese wenig bekannten Quellen fördert (gemessen an den verbreiteten vagen Vorstellungen vom Golem) Überraschendes zu Tag.
Zweitens soll die vielfache Ausformung des Golem-Mythos in der Literatur diskutiert werden. Insbesondere in der Romantik und erneut in der Moderne wurde der Golem-Mythos vielfach literarisch ausgestaltet. Dabei erst wurde er in die heute bekannte Form gebracht und modern (etwa künstlerisch, psychologisch) umgedeutet.
Drittens sollen neue Adaptionen des Golem-Mythos diskutiert werden, die angesichts der stetig wachsenden (auch digitalen) Technisierung entstanden. Mit der Golem-Geschichte werden hier vor allem die Gefahren von Technisierung thematisiert.

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Sprachkurs
Grundkurs Iwrit - 6. Semester (von 6 Semestern) (36)

Leitung Tal Orlandi-Lavi, Marianna Levtov

Daten Mittwoch, 3. Mai – 27. September
(14 Doppellektionen)
(Ausfall: 24.5., 31.5., 19.7. – 16.8.; 20.9.)

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Volkshochschule Zürich, Bärengasse 22, 8001 Zürich

Kosten CHF 420. –

Der Kurs wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Wir wollen einfache Texte lesen und verstehen, den Wortschatz erweitern und uns mit Redewendungen und Konversation beschäftigen. Gleichzeitig werden Kenntnisse israelischer und jüdischer Kultur vermittelt.

Fokuspunkt: Rundgänge und Sprachkurse

Lerninhalte: 3. – 6. Semester: Lesen und Verstehen einfacher Texte – Erweiterung des Wortschatzes, Redewendungen, Satzformen, Konversation – Konjugation in Gegenwart und Vergangenheit, Kenntnis der sieben Verbstämme – Vermittlung von Kenntnissen israelischer und jüdischer Kultur.

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