Das ZIID Zürcher Institut für interreligiösen Dialog vermittelt Wissen über Religionen zum Dialog in einer multikulturellen Gesellschaft.

Das neue Kursprogramm 2018/19 ist online!

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Kurs / Vortrag
Apostelgeschichte (10)

Leitung Hanspeter Ernst

Daten Donnerstag, 23., 30. August, 6., 13., 20. September

Zeit 14.30 – 16.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock
(Achtung: Der Eingang befindet sich an der Ostseite («hofseitig») des Gebäudes mit dem Restaurant «Lilly Jo»)

Kosten CHF 150. –

(Anmeldung bis 2. August)

Die Apostelgeschichte, eine Fortsetzung des Lukasevangeliums, gehört zu den Grunddokumenten christlichen Glaubens. Sie vermittelt einen Einblick in das Werden des Christentums, das Ringen um Inhalte, Auseinandersetzungen innerhalb verschiedener Jesus den Messias bezeugender Gruppierungen und Konflikte mit jüdischen Gemeinden, die das Bekenntnis zu Jesus dem Messias ablehnen.

Fokuspunkt: Christentum - Theologische Orientierung und aktuelle Fragen

Fortlaufende Lektüre

Die Apostelgeschichte, eine Fortsetzung des Lukasevangeliums, gehört zu den Grunddokumenten christlichen Glaubens. Sie vermittelt einen Einblick in das Werden des Christentums, das Ringen um Inhalte, Auseinandersetzungen innerhalb verschiedener Jesus den Messias bezeugender Gruppierungen und Konflikte mit jüdischen Gemeinden, die das Bekenntnis zu Jesus dem Messias ablehnen.

Mittelpunkt des Kurses ist die kontinuierliche Lektüre der Apostelgeschichte. Fragen werden geklärt, wo dies nötig ist. Ein besonderes Augenmerk gilt den interreligiösen und interkulturellen Sachverhalten.

Der Kurs ist ein Einführungskurs. Es werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt.

Zur Anmeldung
Sprachkurs
Das Buch Jesaja (27)

Leitung Eva Keller

Daten Mittwoch, 29. August, 26. September, 31. Oktober, 21. November, 6. Februar

Zeit 18.30 – 20.30 Uhr

Ort Zürcher Institut für interreligiösen Dialog, Pfingstweidstrasse 16, 4. Stock
(Achtung: Der Eingang befindet sich an der Ostseite («hofseitig») des Gebäudes mit dem Restaurant «Lilly Jo»)

Kosten CHF 150. –

(Anmeldung bis 10. August)

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus.

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Hebräisch-Lektüre

Die Visionen Jesajas, seine Kult- und Sozialkritik, aber auch die prägnanten Verheissungen und Trostworte fordern immer wieder zur Auseinandersetzung mit diesem Propheten heraus. Schon im Buch selbst sind Spuren davon festzustellen, denn wesentliche Teile stammen von späteren Autoren, die die Worte Jesajas für ihre eigene Zeit fruchtbar machten. In Judentum und Christentum wird reichlich daraus gelesen und zitiert.

Das Kursziel ist die Fähigkeit, den biblischen Text in der Originalsprache zu lesen und zu übersetzen und sich auch inhaltlich damit auseinanderzusetzen. Die kontinuierliche Lektüre wird in Kapitel 58 einsetzen. Die Teilnehmenden bestimmen die Geschwindigkeit der Lektüre und entscheiden, welche Textpassagen vertieft angeschaut werden sollen.

Hebräischkenntnisse (lesen und Grundvokabular) sowie die Bereitschaft, Texte unter Beizug von Hilfsmitteln zu übersetzen, werden vorausgesetzt

Zur Anmeldung
Kurs / Vortrag
Ringvorlesung: Wunder und Wahn (03)

Konzept Andrea König

Leitung Stefan Schreiner, Anna-Konstanze Schröder, Martin Dreyfus, Heinz Käufeler

Daten Donnerstag, 6., 13., 20., 27. September

Zeit 19.30 – 20.45 Uhr

Ort Uni Zürich-Zentrum, Rämistrasse 71, 8006 Zürich

Kosten CHF 120.- (Einzeleintritt an der Abendkasse möglich)

(Anmeldung bis 17. August)

Die Ringvorlesung wird in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Zürich durchgeführt.

Der Philosoph David Hume (1711-1776) definierte das Wunder als Ereignis, das gegen die Naturgesetze verstösst. Wunder widersprechen sowohl Wissenschaft wie Alltagserfahrung. Gründen sie auf blosser Einbildung? Die Reihe ergründet das Spannungsfeld von Wunder und Wahn aus mehreren Perspektiven.

Fokuspunkt: Religion - Migration - Zeitfragen

Ein Post Scriptum zu den Zürcher Festspielen

Der Philosoph David Hume (1711-1776) definierte das Wunder als Ereignis, das gegen die Naturgesetze verstösst. Wunder widersprechen sowohl Wissenschaft wie Alltagserfahrung. Gründen sie auf blosser Einbildung? Die Reihe ergründet das Spannungsfeld von Wunder und Wahn aus mehreren Perspektiven.


1. Abend (Stefan Schreiner)
Wunder gibt es immer wieder

Berichte von Wundern als Bruch der «normalen» Weltordnung gehören ebenso in Heilige Schriften wie zum festen Bestandteil der Abenteuerliteratur. Wunder dienen der prophetischen Legitimation, ein Prophet, der kein Wunder vollbringt, ist kein Prophet. Wunder in Reiseberichten dienen nicht allein der Betonung von Atemberaubendem, sie markieren zugleich auch Grenzen der Vernunft, lassen Raum zum Staunen und fordern auf zu Demut und Ehrfurcht gegenüber dem Unbegreiflichen.


2. Abend (Anna-Konstanze Schröder)
Heilig oder Verrückt?

Wer Stimmen hört oder Visionen hat, gilt als Fall für den Psychiater. Zu anderen Zeiten oder an anderen Orten gelten solche Eindrücke als spirituelle Erfahrung. Doch was genau macht den Unterschied zwischen Wahn und Wunder aus? Und wer ist letztlich verrückter: Die, die aussergewöhnliche Erfahrungen erleben, jene, die diese Menschen als Heilige verehren oder solche, die sie als Wahnsinnige ablehnen und als Hexen verfolgen?


3. Abend (Martin Dreyfus)
Hölle und Himmel: Wahn und Wunder in der Literatur

Der Schriftsteller Alexander Moritz Frey, Regimentskamerad von Adolf Hitler im Ersten Weltkrieg, emigriert nach 1933 zunächst nach Österreich, später in die Schweiz ,wo er seinen Roman „Hölle und Himmel“ veröffentlicht, in welchem er das über Diktaturen hereinbrechende Strafgericht vorausschauend darstellt.
1940 findet Franz Werfel auf der Flucht vor den Nationalsozialisten Unterschlupf im Wallfahrtsort Lourdes. Wenn er den Schergen entkäme, würde er ein Buch über Bernadette Soubirous schreiben, gelobt Werfel. In die USA entkommen, veröffentlicht er 1941 seinen Roman „Das Lied der Bernadette“.
Und Lion Feuchtwanger veröffentlicht nach „Teufel in Frankreich“ über seine Erlebnisse in Frankreich 1948 sein Theaterstück „Wahn oder der Teufel in Boston“, in welchem er die Verfolgung der Intellektuellen durch das Committee for Unamerican Activities in der Ära Joseph McCarthy’s anprangert. Schon vor und nach dem Weltkrieg von 1914/18 haben Dichterinnen und Schriftsteller das „Weltende“ zwischen Wahn und Wunder beschrieben. Diesen Anteilen in der deutschsprachigen Literatur soll in der Vorlesung zwischen „Hölle und Himmel“, zwischen Wahn und Wunder nachgegangen werden.


4. Abend (Heinz Käufeler)
Religiöse Motive in sozialen Bewegungen

Heilserwartung kann soziale Kräfte mobilisieren. Messianische oder millenaristische Bewegungen haben im Lauf der Geschichte als Begleiterscheinungen von Krisensituationen immer wieder für erhebliche soziale und kulturelle Turbulenzen gesorgt. In säkularisierter Form ist die Wirksamkeit der entsprechenden Energien bis in die Gegenwart spürbar. Ein ethnologischer, historischer und soziologischer Überblick des Phänomens.

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Rundgang
Jüdische Friedhöfe - Zeugnisse jüdischen Lebens (20)

Leitung Ralph Weingarten

Datum Mittwoch, 12. September

Zeit 14.00 – 16.30 Uhr

Treffpunkt Tramhaltestelle Friesenberg (Bus 32/ S10)

Kosten CHF 50.-

(Anmeldung bis 24. August)

Jüdische Gräber werden nicht aufgehoben und die Friedhöfe können jahrhundertlang erhalten bleiben. Was «erzählen» jüdische Friedhöfe von den jüdischen Gemeinden und der jüdischen Geschichte?

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Friedhöfe «Unterer» und «Oberer Friesenberg»

Jüdische Gräber werden nicht aufgehoben und die Friedhöfe können jahrhundertlang erhalten bleiben. Was «erzählen» jüdische Friedhöfe von den jüdischen Gemeinden und der jüdischen Geschichte? Was lässt sich aus den Namen der Verstorbenen, aus den Inschriften und der Gestaltung der Grabsteine, aus der Gartengestaltung und der Architektur der Abdankungsgebäude ablesen? Wie geht das Judentum mit Tod und Trauer um?

Die Führung auf den jüdischen Friedhöfen «Unterer» und «Oberer Friesenberg» in Zürich gibt anschauliche Antworten auf diese Fragen und führt auch an die Grabstätten bekannter Persönlichkeiten.

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Rundgang
Einst im Schtetl - heute in Zürich (21)

Leitung Ralph Weingarten

Datum Sonntag, 23. September

Zeit 10.30 – 12.30 Uhr

Treffpunkt Tramhaltestelle Bezirksgebäude (Tram 2/3)

Kosten CHF 50.-

(Anmeldung bis 7. September)

Einige Tausend jüdische Menschen wanderten zwischen 1880 und 1920 auf der Flucht vor Armut, Hunger und Verfolgung aus Osteuropa in Zürich zu. In Aussersihl und Wiedikon bildeten sie eine schtetlartige Struktur. Wo, wovon und wie haben sie gelebt? Wie haben sie sich organisiert? Wie wurden sie aufgenommen? Und wie verlief ihre Integration?

Fokuspunkt: Rundgänge, Reisen und Sprachkurse

Osteuropäisches Judentum in Zürich

Einige Tausend jüdische Menschen wanderten zwischen 1880 und 1920 auf der Flucht vor Armut, Hunger und Verfolgung aus Osteuropa in Zürich zu. In Aussersihl und Wiedikon bildeten sie eine schtetlartige Struktur. Wo, wovon und wie haben sie gelebt? Wie haben sie sich organisiert? Wie wurden sie aufgenommen? Und wie verlief ihre Integration?

Auf einem Stadtrundgang erfahren wir vom ehemaligen Leben dieser Zuzüger und verfolgen deren Weg in die jüdisch-zürcherische und die allgemein zürcherische Gesellschaft. Ihre Geschichte ist mit all ihren Rückschlägen und Erfolgen zugleich auch eine typische Geschichte für die Integration von Zuwanderern.

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